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Ist mein iPhone wasserdicht?

Ihr seid mit dem iPhone in einen Regenschauer geraten? Oder euch ist das Smartphone in die Toilette gefallen? Dann fragt ihr euch zu Recht, ob euer iPhone wasserdicht ist. Mittlerweile hat Apple die Eigenschaft auch für das iPhone entdeckt und einigen ausgewählten Modellen spendiert. Was dahinter steckt und welche iPhones gegen Wasser geschützt sind, zeigen wir euch im folgenden Artikel.

Inhaltsverzeichnis

IP-Schutzklasse bestimmt Wasserdichtigkeit

Bevor wir uns der Frage widmen, wie wasserdicht die verschiedenen iPhone-Modelle sind, gilt es zu klären, was es mit der vielzitierten IP-Schutzklasse auf sich hat. Die Bezeichnung „IP“ steht für International Protection Mark und taucht insbesondere im Zusammenhang mit neueren iPhones auf. In Kombination mit zwei nachfolgenden Ziffern gibt das Kürzel Aufschluss darüber, wie gut ein Gerät vor dem Eindringen von Fremdkörpern und Flüssigkeiten geschützt ist.

Die erste Zahl beschreibt den Schutz vor dem Eindringen fester Fremdkörper wie etwa Schmutz, Sand und Staub. Alle iPhone-Modelle ab dem iPhone 7 besitzen eine IP-Zertifizierung, die mit der Kennziffer 6 beginnt und den höchsten der insgesamt 6 Schutzgrade darstellt. Die Zahl sagt aus, dass das Gerät staubdicht und vollständig gegen Berührung geschützt ist.

Für unsere Zwecke ist vor allem die zweite Ziffer von Interesse. Denn diese sagt aus, wie gut das Gerät gegen Flüssigkeiten geschützt ist. Während es beim Staubschutz der Geräte keinen Unterschied gibt und hier das Maximum bereits erreicht ist, sieht es bei der Wasserdichtigkeit anders aus. Hier gibt es insgesamt 9 Schutzgrade, welche bestimmen, ob ein Gerät nur wasserabweisend oder komplett wasserfest ist. Relevant für das iPhone sind in diesem Zusammenhang nur die Ziffern 7 und 8.

Welche iPhones sind wasserdicht?

iPhones mit der Kennziffer 7 im IP-Code – sprich IP67 – sind gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt und überstehen bis zu 30 Minuten in einer Wassertiefe von bis zu einem Meter. Dies umfasst folgende Modelle:

  • iPhone XR
  • iPhone X
  • iPhone 8 (Plus)
  • iPhone 7 (Plus)

Geräte mit der Ziffer 8 im IP-Code hingegen – sprich IP68 – sind gegen ein dauerhaftes Untertauchen für bis zu 30 Minuten in bis zu 2 Meter tiefem Wasser geschützt. Dies betrifft die Modelle:

  • iPhone XS
  • iPhone XS Max

Die beiden IP-Schutzklassen, die bei (neueren) iPhones Anwendung finden und laut Aussage von Apple den Schutz vor „Spritzern, Wasser und Staub“ garantieren, sind IP67 und IP68. Ab dem iPhone 7 überleben also alle Modelle – zumindest vorübergehend – ein Wasserbad oder heftigen Kontakt mit der Flüssigkeit. Alle älteren iPhones sind nicht vor Wasser geschützt, wobei einige Modelle – wie etwa das iPhone 6s – die Eigenschaft in diversen (inoffiziellen) Tests unter Beweis gestellt haben. In einem anderen Artikel zeigen wir euch, was ihr tun könnt, wenn euer iPhone nass geworden ist.

Schon gewusst: Mit einer speziellen App könnt ihr ganz leicht Wasser aus den iPhone-Lautsprechern entfernen!

Welche iPhones sind IP-zertifiziert?

Für einen besseren Überblick zeigen wir euch im Folgenden die IP-Zertifizierung aller bisherigen iPhone-Modelle.

ModellIP-Zertifizierungwasserdicht?
iPhone XS IP68Ja
iPhone XS MaxIP68Ja
iPhone XRIP67Ja
iPhone XIP67Ja
iPhone 8 (Plus)IP67Ja
iPhone 7 (Plus)IP67Ja
iPhone 6s (Plus)Keine ZertifizierungNein
iPhone SEKeine ZertifizierungNein
iPhone 6 und älterKeine ZertifizierungNein

Wasserdicht nicht gleich wasserdicht

Die IP-Schutzart und auch Apple sprechen zwar von Schutz gegen Wasser. Wer jedoch glaubt mit seinem iPhone im nächsten Urlaub im Meer tauchen gehen zu können oder im Pool ein paar Bahnen zu schwimmen, sei gewarnt. Salzwasser und Chemikalien wie etwa Chlor, können das Innenleben des Gerätes irreparabel schädigen und sollten dringend gemieden werden. Auch bei dauerhafter Bewegung des iPhones unter Wasser kann kein hundertprozentiger Schutz mehr garantiert werden.

Getestet wurde die Eigenschaft laut Apple unter „kontrollierten Laborbedingungen“, was soviel heißt wie: in klarem Wasser und in ruhendem Zustand. Demnach ist das iPhone nicht vor sämtlichen Flüssigkeiten geschützt, mit denen es in Kontakt kommen könnte. Das gilt sowohl für das iPhone 7 als auch für das iPhone 8 oder iPhone X (und neuer). Regenwasser, ein Sturz ins Wasserbecken oder ein veschüttetes Getränk können einem entprechend zertifizierten iPhone jedoch nichts anhaben.

Tipp: Zusätzlichen Schutz vor Wasser bieten spezielle wasserdichte iPhone-Hüllen.

Keine Garantie bei iPhone Wasserschaden!

iPhones mit IP-Zertifizierung werden von Apple zwar als wasserdicht beworben, allerdings deckt die Apple-Garantie keinerlei „Schäden durch Flüssigkeiten“ ab. Das klingt zwar paradox, ist aber auf den Umstand zurückzuführen, dass sich der Staub- und Wasserschutz im Laufe der Zeit durch normale Abnutzung verringern kann. Ein Garantieanspruch aufgrund eines Wasserschadens kann daher nicht geltend gemacht werden. Die Kosten für ein defektes Gerät trägt der betroffene Nutzer also selbst. Hier hilft nur ein bedachter Umgang mit dem iPhone, insbesondere wenn es sich dabei um kein Neugerät handelt. Darüber hinaus weist Apple im Kleingedruckten ausdrücklich darauf hin, niemals ein nasses iPhone aufzuladen.

Tipp: In einem anderen Beitrag zeigen wir euch, wie ihr einen Wasserschaden am iPhone erkennen könnt.

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