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iPhone Video drehen – 13 Tipps für bessere Videos

Egal ob im Urlaub, in der Freizeit, beim Feiern mit Freunden oder entspannen mit der Familie: Gerne halten wir alles, was uns einer Erinnerung würdig erscheint, als Video fest. Das iPhone bietet mit seiner Top-Kamera dafür optimale Voraussetzungen. Doch die beste Hardware nützt wenig, wenn man gewisse Regeln beim Video drehen nicht beachtet. Im Folgenden Artikel widmen wir uns einigen Tipps und Tricks, mit denen ihr garantiert mehr aus euren iPhone-Filmen und -Clips herausholt.

1. Immer im Querformat filmen

Eine der wichtigsten Regeln beim Filmen mit dem iPhone ist, das iPhone stets waagerecht zu halten. Aus Gewohnheit halten viele Nutzer das Smartphone senkrecht und ärgern sich dann beim Schauen am Fernseher über den schmalen Bildausschnitt. Moderne TVs werden bekanntlich im waagerechten Format gabaut, deshalb solltet ihr immer daran denken, das iPhone beim Filmen entprechend zu halten.

Tipp: In einem anderen Artikel zeigen wir euch, wie ihr kinderleicht professionelle Videos mit der iMovie-App am iPhone erstellen könnt!

2. Richtig schwenken

Um Bewegung ins Spiel zu bringen oder einen Ausblick in seiner Fülle zu erfassen, bedienen wir uns gerne eines Kamera-Schwenks. Achtet dabei darauf, dass Start- und Endbild einen Augenblick stillstehen, nichts belangloses zeigen und auch nicht zu weit auseinander liegen. Ansonsten wird die Szene zu lang oder ihr schwenkt zu schnell. Außerdem wichtig: Folgt beim Schwenken einer Linie (von links nach rechts oder von oben nach unten) und vermeidet Richtungswechsel während ihr die Bewegung ausführt.

3. Ein ruhiges Händchen bewahren

Eng mit der Thematik des Kamera-Schwenks verbunden, ist eine möglichst ruhige Hand beim Filmen. Denn zittrige Hände ruinieren jedes noch so schöne Panorama. Damit das nicht passiert, könnt ihr euch entweder an einer geeigneten Stelle abstützen oder ihr greift auf spezielle iPhone-Gadgets zurück, mit denen ihr garantiert wackelfreie Aufnahmen macht. Mit dem Profi Gimbal von Rollei klappen sogar schnelle und hektische Kamerafahrten ganz ohne Verwackler.

4. Belichtung manuell korrigieren

Wenn ihr das Gefühl habt, dass die Szenerie am Bildschirm etwas unter- oder überbelichtet daherkommt, könnt ihr dies manuell anpassen. Um die Helligkeit anzupassen, legt ihr einfach einen Finger auf das Kamerabild, bis der gelbe Kasten mit dem Sonnen-Symbol erscheint. Schiebt euren Finger dann nach unten (Bild dunkler) oder nach oben (Bild heller), um die Belichtung einzustellen. Mit einem Fingertipp auf eine beliebige Stelle im Bild ändert ihr außerdem den Punkt für die Belichtungsmessung. Soll heißen: Wenn ihr auf einen dunklen Bereich tippt, werden alle anderen Lichtverhältnisse an diesen Normwert angepasst. Helle Bereiche erscheinen dadurch noch heller. Tippt ihr hingegen auf einen hellen Bereich, werden dunkle Bereiche noch dunkler. Für die richtige Belichtung tippt ihr auf das Objekt am Display, das ihr in den Fokus nehmen wollt.

5. Dunkelheit meiden

Die Qualität von Aufnahmen mit der iPhone-Kamera nimmt in der Regel bei Dämmerung und Dunkelheit rapide ab. Die Folge ist ein unschönes Bildrauschen, das die Bildqualität eures Videos deutlich schmälert. Deshalb solltet ihr nach Möglichkeit immer darauf achten, dass auch genügend Licht vorhanden ist, sprich bei Tageslicht filmen.

Tipp: In einem anderen Trick zeigen wir euch, wie ihr selbst bei schlechten Lichtverhältnissen gute Fotos mit dem iPhone machen könnt!

6. Flugmodus einschalten

Wenn ihr gerade das Video eures Lebens dreht, wäre es doch schade, wenn ein Anruf auf eurem iPhone die Aufnahme zunichtemachen würde. In wichtigen Situation, in denen ihr auf keinen Fall gestört werden wollt, aktiviert ihr einfach den Flugmodus und könnt so sicher sein, dass die Aufnahme in jedem Fall gelingt. Dafür streicht ihr einfach vom unteren Bildschirmrand nach oben über das Display (bis iPhone 8) bzw. wischt von rechts oben nach unten über den Screen (iPhone X). Drückt im Kontrollzentrum dann auf das Flugzeug-Symbol, um die Funktion zu aktivieren.

7. Bildaufbau beachten

Was beim Fotografieren zum absolutehn Basiswissen gehört, lässt sich auch beim Videodreh nutzen. Um einen guten Bildausschnitt zu finden, könnt ihr euch den sogenannten Golden Schnitt (oder auch „Drittel-Regel“) zunutze machen. Dabei handelt es sich um eine Aufteilung des Bildes in einem besimmten Teilungsverhältnis, undzwar ca. 1/3 zu 2/3. Wenn ihr nun besonders wichtige Personen oder Objekte etwas versetzt von der Mitte platziert, wirkt der Bildauschnitt besonders harmonisch. Damit das Bild nicht zu flach daherkommt, lässt sich zudem Tiefe erzeugen, indem ihr Vorder- und Hintergrund bewusst ins Bild einbezieht (Stichwort: Tiefenstaffelung).

8. Bildvariationen einbauen

Wenn ihr ein Urlaubvideo dreht, in dem ihr euch an unterschiedlichen Orten aufhaltet, bietet es sich an, Ortswechsel mit entsprechenden Kameraeinstellungen einzuleiten. So könnt ihr beispielsweise mit einer Weitwinkelaufnahme und etwas Distanz in eine neue Szenerie starten. Varriert ihr das Ganze noch mit Nahaufnahmen, wird eure Urlaubserinnerung garantiert abwechslungsreicher und spannender.

9. Mit Perspektiven spielen

Wie wäre es einmal mit einem unerwarteten Blickwinkel? Die iPhones neuerer Generationen sind ja bekanntlich wasserdicht, was neue Anwendungsfelder ermöglicht. Gerade im Urlaub könnte es auch mal spannend sein beim Baden knapp über der Wasseroberfläche zu filmen. Oder ihr filmt ein Gebäude oder Bäume von unten nach oben? Die Möglichkeit sind vielfältig.

10. Zoom mit Bedacht einsetzen

Beim Filmen solltet ihr nach Möglichkeit auf die Nutzung der Zoomfunktion verzichten und an das Objekt, das ihr vergrößern wollt, herantreten. Dennoch könnt ihr den Zoom einsetzen, falls ihr den Effekt nutzen wollt, aber Vorsicht: Gezoomte Bilder neigen schnell dazu zu verwackeln und haben eine schlechtere Bildqualität.

11. Vorausschauend filmen

Um Schnittfehler zu vermeiden, ist es ratsam beim Start und beim Ende einer Aufnahme die Kamera auf etwas Neutrales zu richten. Die Idee dahinter: Wenn ihr eine Person filmt und mehrere Takes macht, entstehen Schnittfehler, wenn die Person plötzlich woanders steht oder eine andere Haltung eingenommen hat. Schwenkt das iPhone einfach auf ein neutrales Objekt in unmittelbarer nähe des Protagonisten, um derartige Fehler zu vermeiden.

12. Mit Effekten spielen – Zeitraffer und Slow Motion

Für den gewissen Wow-Faktor sorgen Effekte wie der Zeitraffer und Slo-Mo Aufnahmen. Bei ersterem stellt ihr ein Ereignis schneller dar, als es tatsächlich ist. Dafür eignen sich Vorgänge, die sich in der Realität deutlich langsamer abspielen wie etwa der Aufbau einer Bühne, vorbeiziehende Wolken oder der Sonnenuntergang. Da die Kamera-App diese Funktion bereits intergriert hat, benötigt ihr dafür keine zusätzliche Anwendung. Das exakte Gegenteil dazu sind Slow Motion-Aufnahmen. Auch mit den Zeitlupen-Videos könnt ihr eure Aufnahmen nochmals aufwerten. Diese kommen zum Beispiel bei einem Sprung in Wasser oder in Situationen, die mit bloßem Auge schwer zu erfassen sind, besonders gut zur Geltung. Auch hier braucht ihr keine extra iPhone-App.

13. Nicht zu schnell die Aufnahme beenden

Wer später seine iPhone Videos schneiden möchte, sollte lieber noch ein paar Sekunden oben drauflegen, bevor er das Take beendet. Grund dafür: Wichtige Stellen im Video könnten vom Übergangseffekt überlagert werden oder man merkt, dass die Einstellung doch etwas länger hätte sein können. Also lieber auf Nummer sicher gehen, schneiden kann man später ja immer noch.