AirPods 3: Lohnen sich die neuen Apple-Kopfhörer?

AirPods 3 LogoAls Apple vor rund 5 Jahren die ersten AirPods auf den Markt brachte, ahnte noch niemand zu welch einem Verkaufs-Hit sich die Bluetooth-Kopfhörer in den kommenden Jahren entwickeln sollten. Mittlerweile dominiert Apple mit seinen drei In-Ear Ohrstöpseln, den AirPods 2, 3 und Pro, sowie dem Premium Over-Ear-Modell AirPods Max weltweit das Geschäft mit drahtlosen Kopfhörern. Ein Grund für den Erfolg der Stöpsel ist sicherlich auch Apples stetiger Ausbau des Produktportfolios, das 2021 mit den AirPods 3 um eine neue Variante erweitert wurde. Aus gegebenem Anlass haben wir die Stärken und Schwächen des neuesten Modells auseinanderklamüsert und verraten, ob sich die AirPods der dritten Generation für euch lohnen.

AirPods 3 – Das können die neuen Apple-Kopfhörer

Mit den AirPods 3 hat Apple jüngst sein Kopfhörer-Angebot um ein spannendes Mittelklasse-Modell ergänzt. Was zunächst auffällt: An der typischen Optik der Ohrhörer hat sich nichts grundlegend verändert. Auch in der dritten Generation weisen sie immer noch den charakteristischen Steg auf, der anfangs noch belächelt wurde, sich mittlerweile aber zu einem beliebten Wiedererkennungsmerkmal gemausert hat. Anders als bei dem direkten Vorgänger, den AirPods 2, die einen zugegebenermaßen ulkig anmutenden langen Schaft zur Schau stellen, orientieren sich die AirPods 3 optisch an den teureren AirPods Pro. Ästhetisch ist das sicherlich ein kleines Plus für den Newcomer.

AirPods 3

So ist der Stiel zum einen deutlich kürzer, zum anderen verfügt er ebenfalls über einen Drucksensor, über den sich die Funktionen der Kopfhörer bequem via Zusammendrücken steuern lassen. Alternativ kann auch Apples virtuelle Sprachassistenz Siri einfach per „Hey Siri“-Sprachbefehl konsultiert werden.

Auf die Silikontips der AirPods Pro, die in den Gehörgang geschoben werden und den Nutzer ein Stück weit von der äußeren Geräuschkulisse abschotten, wurde jedoch verzichtet. Die AirPods 3 werden also nach wie vor in die Lauscher eingehängt. Wer jetzt denkt, die Stöpsel würden locker in den Ohren sitzen, liegt falsch, denn aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass sie auch ohne den weichen Aufsätzen erstaunlich gut und sicher Platz nehmen. Selbst beim Sport – etwa beim Joggen oder Seilspringen – bleiben sie dort, wo sie hingehören.

AirPods 3 beim Sport

Was den Funktionsumfang angeht, lässt sich festhalten, dass die AirPods 3 durchaus mit den Vertretern aus der High-End-Fraktion mithalten können. So ist neben dem adaptiven EQ, der mittels zweier nach innen gerichteter Mikrofone die individuelle Form der Ohren scannt und die Musik darauf anpasst, auch das 3D-Audio mit an Bord. Letzteres simuliert Surround-Sound und sorgt beim Schauen von Filmen und Serien sowie Musikhören für ein dreidimensionales Raumklangerlebnis. Das Ergebnis: Die Geräusche kommen aus allen Richtungen, ähnlich wie man es aus dem Kino kennt.

Ohne aber diesen Effekt zu sehr loben zu wollen, muss jeder das Feature für sich selbst bewerten. Beim Musikhören werden zumindest wir nicht warm mit dem 3D-Sound, der unseres Erachtens nur einen blechernen Hall-Effekt auf die Originalaufnahme legt. Hier können die Meinungen – je nachdem, welches Musikgenre man sich zu Gemüte führt – aber auseinandergehen. Soundtechnisch aber geben sich die AirPods 3 erwartungsgemäß nicht die Blöße: ausgewogen, transparent, detailreich und mit knackigen Bässen kommen die kleinen In-Ear-Kopfhörer daher.

3D-Audio auf den AirPods 3

Ebenfalls mit von der Partie ist der leistungsstarke H1-Chip, der sowohl im Vorgänger als auch in den AirPods Pro seine Arbeit verrichtet und für eine schnelle und stabile Verbindnung zwischen den Apple-Geräten sorgt. Das heimliche Killer-Feature der AirPods 3 dürfte jedoch die Akkulaufzeit sein. So verspricht Apple mit nur einer Aufladung eine Wiedergabezeit von bis zu 6 Stunden. Das sind 1,5 Stunden länger als die AirPods Pro und 1 Stunde länger als die AirPods 2. In Kombination mit dem magnetisch aufladbaren MagSafe-Ladecase sind sogar bis zu 30 Stunden drin. Bei den Pro und AirPods der zweiten Generation sind mit dem Ladecase hingegen „nur“ maximal 24 Stunden Musikgenuss drin. Außerdem reichen dank des Schnelllade-Features schon 5 Minuten in der Ladehülle, um für eine weitere Stunde Musik, Podcasts & Co. zu hören. Zu den weiteren Highlights gehört auch der Schutz vor Wasser und Schweiß nach IPX4 Schutzklasse.

AirPods 3 MagSafe-Ladecase

Verzichten muss man allerdings auf die aktive Geräuschunterdrückung, was auf die fehlende Möglichkeit zurückzuführen sein dürfte, die Ohren mithilfe der passenden Ohrstücke abzudichten. So bleibt das „Active Noise Cancelling“ (ANC), welches störende Außengeräusche wie z. B. Baustellenlärm oder Motorengeräusche mit einem Gegenschall neutralisiert, den höherpreisigen AirPods Pro und AirPods Max vorbehalten. Ein komplettes und ungestörtes Eintauchen in die Musik wie man es von den Pro her kennt, ist mit den AirPods 3 also nicht möglich. Auch der Transparenzmodus fehlt, mit dem sich Außengeräusche bei Bedarf sogar verstärken lassen, z. B. wenn man Musik hört und den Gesprächspartner trotzdem verstehen will.

Fazit: Die neue Mittelklasse überzeugt

Wer auf In-Ear-Kopfhörer steht und den ein oder anderen Kompromiss nicht scheut, wird mit den AirPods 3 sicherlich glücklich werden. Sie verfügen über die beste Akkulaufzeit in Apples Ohrstöpsel-Portfolio, liefern den gewohnten High-End-Sound, für den wir die Apple-Kopfhörer so lieben und bieten einige Funktionen, die bisher den deutlich teureren AirPods Pro und AirPods Max vorbehalten waren. Allen voran der adaptive EQ für eine automatische Sound-Anpassung ans eigene Gehör und 3D-Audio für einen dreidimensionalen Surround-Sound-Effekt beim Musikhören und oder Filmeschauen.

Trotz ihrer Konstruktion ohne Silikon-Ohrstücke sitzen sie bequem in den Ohren und neigen nicht dazu herauszufallen. Selbst dann nicht, wenn es beim Sport etwas wilder zur Sache geht. Wer seine Kopfhörer ohnehin lieber ins Ohr einhängt anstatt sie reinzuschieben, ist hier ohnehin richtig. Einziges Manko: Die äußerst praktische Geräuschunterdrückung und der Transparenzmodus fehlen. Somit lässt sich die Außenwelt bei Bedarf nicht einfach aus- und wieder einblenden. Bei einem Apple-Preis von 199,00 €, der immerhin rund 80 € unter dem Preis der AirPods Pro liegt, ist das aber zu verkraften.

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Für alle Funktionen AirPods Pro wählen

Wer sich hin und wieder ausklinken will, um noch intensiver und ungestörter ins musikalische Geschehen einzutauchen, muss zu den AirPods Pro greifen, die aktuell bei Apple zum Preis von 279,00 € gehandelt werden. Abgesehen davon und den weichen Silikontips, die sich ohnehin in die Kategorie „Geschmacksache“ einordnen lassen, haben die Pro keine weiteren nennenswerten Vorteile gegenüber den AirPods 3. Einziger Nachteil des Pro-Modells ist die laut Spezifikation um 1,5 Stunden kürzere Akkulaufzeit.

AirPods Pro

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AirPods 2: Unsere Empfehlung für Sparfüchse

Wenn es darum geht, noch weniger auszugeben, gibt es da noch die AirPods 2, die jedoch auch mit deutlich weniger Features aufwarten können. Aktive Geräuschunterdrückung, Transparenzmodus, adaptiver EQ, 3D-Audio, Schutz vor Schweiß und Wasser und MagSafe-Ladecase: Auf das alles muss man zugunsten des niedrigeren Preises verzichten. Wer den „Schnickschnack“ nicht braucht, fährt mit den AirPods 2 dennoch gut und profitiert von einer ordentlichen Akkulaufzeit, dem kabellos aufladbaren Case und dem gewohnt überzeugenden Sound. Bei Apple gehen die „günstigen“ Ohrstöpsel derzeit für 149,00 € über den virtuellen Ladentisch.

AirPods 2 mit Ladecase

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AirPods Max: Auf und nicht in die Ohren

Für alle, die mit dem In-Ear-Tragegefühl überhaupt nicht klarkommen, bietet Apple mit den AirPods Max noch eine Over-Ear-Variante an, die jedoch mit satten 612,70 € im Apple Store zu Buche schlägt. Mit dem hohen Preis gehen selbstredend sämtliche Premium Features à la Noise Cancelling, Transparenzmodus, etc. einher und auch die Akkulaufzeit fällt mit maximal 20 Stunden mit nur einer Aufladung am stärksten aus. Aufgrund ihrer ohrumschließenden Bauweise liefern die Kopfhörer unserer Meinung nach das beste Sounderlebnis im gesamten AirPods-Produktportfolio.

Dank das weichen Netzes am Kopfbügel drücken sie auch nach mehrstündiger Nutzung nicht auf das Haupt und sind insgesamt sehr angenehm zu tragen. Einzig die Over-Ear-typische Wärmeentwicklung kann man den AirPods Max ankreiden, aber selbst hier schneiden sie gefühlt besser ab als die gesamte uns bekannte Konkurrenz. Wer also das nötige Kleingeld hat und keine In-Ears mag, ist hier genau richtig. Erhältlich sind die Max in den Farben Silber, Space Grau, Sky Blau, Pink und Grün.

AirPods Max von der Seite

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