News vom 07.01.2021 23:47 Uhr

Neue WhatsApp AGB: Zustimmen oder Sperre erhalten!

Derzeit werden immer mehr WhatsApp-Nutzer beim Öffnen der App von einem Pop-Up-Fenster begrüßt, das über neue Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen informiert und die Zustimmung der User einfordert. Viele Nutzer vermuten hier den Versuch seitens der Konzern-Mutter Facebook Nutzerdaten von WhatsApp für eigene Zwecke zu verwenden. Für Verunsicherung sorgt insbesondere der Hinweis, dass den Änderungen bis zum 8. Februar 2021 zugestimmt werden muss. Wer nicht einwilligt, kann die App nach Ablauf der Frist nicht mehr nutzen. Wir klären, was dahintersteckt!

WhatsApp macht Druck: Zustimmen oder gesperrt werden

Mit einem bildschirmfüllenden Info-Fenster zu den neuen Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien fordert WhatsApp derzeit seine Nutzer dazu auf, die Änderungen bis zum 8. Februar 2021 per Fingertipp auf den „Zustimmen“-Button abzunicken. Mit einem Tipp auf den „X“-Button lässt sich der Hinweis derzeit noch wegklicken und wird zu gegebener Zeit erneut eingeblendet. Wer jedoch die Frist verstreichen lässt, ohne vorher die neuen Bestimmungen akzeptiert zu haben, kann die WhatsApp-App künftig nicht mehr nutzen.

Grob geht es bei dem Update darum, wie WhatsApp Nutzerdaten verarbeitet und „wie Unternehmen mit von Facebook gehosteten Services ihre WhatsApp-Chats speichern und verwalten können“. Da alles andere als klar ist, was mit den vage formulierten Stichpunkten eigentlich gemeint ist, greift die Verunsicherung bei den Usern um sich. Wird nach der Zustimmung dem Datentausch mit Facebook zu Werbezwecken nun Tür und Tor geöffnet?

Die Änderung der Bedingungen ist ein paar neuen WhatsApp-Funktionen geschuldet, die schon bald in die App Einzug halten sollen und scheinbar auch den Umgang mit den Nutzerdaten tangieren (via t-online). So sollen die Nutzer u. a. künftig direkt in der App über Updates und Änderungen informiert werden.

Kein Datenaustausch zwischen WhatsApp & Facebook in der EU

Wie sich der überarbeiteten Datenschutzrichtlinie entnehmen lässt, teilt WhatsApp tatsächlich auch „Informationen mit anderen Facebook-Unternehmen, um die Sicherheit und Integrität aller Produkte von Facebook-Unternehmen zu fördern“ und z. B Spam, Drohungen, Missbrauch oder Rechteverletzungen zu bekämpfen. Außerdem teilt WhatsApp mit, dass es Informationen mit anderen Facebook-Unternehmen teilt, damit diese dabei helfen können, WhatsApp Dienste zu betreiben, bereitzustellen, zu verbessern, zu verstehen, anzupassen, zu unterstützen und zu vermarkten.

ABER: Der letzte Satz in dem Unterpunkt der Datenschutzbestimmungen schränkt das Ganze wieder ein: „Keine der Informationen, die WhatsApp auf dieser Grundlage weitergibt, dürfen für die eigenen Zwecke der Facebook-Unternehmen verwendet werden.“ WhatsApp wird also weiterhin keine Daten zu Werbezwecken oder Verbesserung von Facebook-Produkten mit dem Facebook-Unternehmen teilen. Daran ändern – zumindest in der europäischen Region – auch die neuen Datenschutz- und Nutzungsbedingungen nichts.

Wer also den „Zustimmen“-Button drückt, muss nicht fortan mit Nachteilen hinsichtlich Datenschutz und Privatsphäre rechnen und kann WhatsApp weiterhin wie bisher nutzen.

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