News vom 20.05.2020 19:12 Uhr

iOS 13.5 Update – Corona-App- & Face ID Masken-Support

Ja, ihr habt richtig gelesen. Und nein, ihr habt kein iOS-Update verpasst. Am Mittwochabend hat Apple iOS 13.5 für alle Nutzer zum Download freigegeben. Der Sprung von iOS 13.4.1 auf die höhere Versionsnummer ist der Integration einer Schnittstelle geschuldet, die speziellen Tracing-Apps die Kontaktverfolgung zur Bekämpfung des Corona-Virus ermöglichen soll. Neben der Tracing-Funktion bietet das neueste iOS-Update weitere spannende Features wie etwa die Gesichtsmaskenerkennung für Face ID. Alles, was ihr über die neuesten iOS 13.5 Funktionen wissen müsst, erfahrt ihr hier.

iOS 13.5 installieren – so geht’s

Bevor wir uns den neuesten iOS 13.5 Features widmen, vorab noch einmal zur Erinnerung: Damit euch beim Update keine Daten verloren gehen, solltet ihr sicherheitshalber vorab ein iCloud Backup bzw. iTunes Backup erstellen. Wie immer könnt ihr die Aktualisierung kabellos am iPhone in der Einstellungen-App unter Allgemein → Softwareupdates anstoßen. Mit einem Tipp auf „Laden und installieren“ startet ihr den Download.

iOS 13.5 bereitet Weg für Corona-Warn-App

Sicherlich ist euch die Debatte um die Einführung einer Corona-Warn-App, mit dessen Hilfe sich schnell nachverfolgen lassen soll, ob man mit einer infizierten Person Kontakt hatte, nicht entgangen. Zwar lässt die offizielle Contact-Tracing-App der Bundesregierung nach wie vor auf sich warten. In iOS 13.5 findet ihr in den Einstellungen unter Datenschutz → Health allerdings jetzt schon das sogenannte „COVID-19 Exposure Logging“.

Ist die (standardmäßig deaktivierte) Funktion aktiv (Schalter bei „Kontaktprotokoll“ umlegen), tauscht das iPhone zufällig generierte IDs mit anderen Geräten in der Nähe via Bluetooth aus und speichert diese für 14 Tage. Anhand der Bluetooth-IDs kann euch eine entsprechende Tracing-App darüber informieren, wenn ihr euch in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten habt. Umgekehrt könnt ihr über die App alle eure Kontaktpersonen alarmieren, wenn ihr euch infiziert habt.

Anhand der anonymisierten IDs können im Übrigen keine Rückschlüsse auf euren Standort oder eure Identität geschlossen werden, was die Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Privatsphäre aus dem Weg räumen sollte. Das Feature könnt ihr zudem nur aktivieren, wenn ihr eine Kontaktverfolgungs-App auf eurem iPhone installiert habt. Wann die ersten Corona-Tracing-Apps endlich auch im App Store zum Download bereitstehen werden, ist jedoch nach wie vor unklar.

iPhone schneller entsperren trotz Maske

Mittlerweile gehört die Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln hierzulande zum Alltag. Zum Leidwesen vieler iPhone-Nutzer, die ihr iPhone via Face ID entsperren. Denn die Gesichtserkennung funktioniert nur einwandfrei, wenn das eigene Antlitz klar zu erkennen ist.

Damit ihr nicht jedesmal auf die manuelle Code-Eingabe nach dem missglückten Entsperrversuch warten müsst, erkennt das iPhone ab iOS 13.5 Maskenträger schneller und blendet den Ziffernblock für den PIN-Code sofort ein, wenn ihr von unten nach oben über den Bildschirm streicht. Das funktioniert im Übrigen nicht nur bei der Entsperrung des iPhones, sondern z. B. auch bei der Authentifizierung im App Store, in iTunes und anderen Apps mit Face ID Unterstützung.

Tipp: Mit diesem kleinen Trick, könnt ihr Face ID auch mit Maske nutzen!

Zoom-Funktion bei FaceTime-Gruppenanruf deaktivieren

Wenn ihr schonmal einen Gruppenanruf mit mehreren Personen in FaceTime geführt habt, wisst ihr, dass die Teilnehmer in einzelnen Kacheln abgebildet werden. Dabei wird die Videokachel der aktuell sprechenden Person immer herangezoomt und größer dargestellt. Bei vielen Teilnehmern kann das in einem wilden „Kachel-Tanz“ enden, der nicht zuletzt für Unruhe am Bildschirm sorgt. Wer keine ständige Bewegung der Kacheln möchte, kann die Zoom-Funktion in FaceTime nun abschalten. Eine Einstellungsmöglichkeit, die vor allem den vermehrten, Corona-bedingten Videokonferenzen Rechnung trägt und bei aus dem Home Office arbeitenden Nutzern gut ankommen dürfte.

Geht dazu in der Einstellungen-App unter „FaceTime“ und deaktiviert (oder aktiviert) die Option „Spricht gerade“ in der Rubrik Automatische Hervorhebung.

iOS 13.5 schließt Mail-App-Sicherheitslücke

Bestimmt erinnert ihr euch noch an die iOS-Schwachstelle in der Mail-App, die es Angreifern ermöglicht mittels einer manipulierten E-Mail Schadcode auszuführen, um Inhalte zu lesen, zu verändern oder zu löschen. Mit dem Update auf iOS 13.5 wird nun auch dieser Bug endgültig geschlossen und für mehr Sicherheit gesorgt.

iOS 13.5 Release Notes auf einen Blick

Welche weiteren Neuerungen aber auch Verbesserungen und Fehlerbehebungen iOS 13.5 auf’s iPhone bringt, zeigen wir euch in der nachfolgenden Zusammenfassung der iOS 13.5 Release Notes:

Wie hilfreich ist dieser Artikel?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne