News vom 28.01.2020 19:40 Uhr

iOS 13.3.1 Update – schließt Sicherheitslücke, verbessert Datenschutz

Mit dem neuesten iOS 13.3.1 Update, das seit Dienstagabend zum Download bereitsteht, melden sich die Apple-Entwickler nach einer längeren Pause wieder zurück. Auf der Agenda stehen erwartungsgemäß kleinere und größere Fehlerbehebungen, allen voran die Korrektur der Sicherheitslücke bei den neuen Kommunikationslimits. Mit an Bord sind zudem weitere Bugfixes, die nicht unerwähnt bleiben sollten.

iOS 13.3.1 korrigiert Kommunikationslimits & Standortabfrage

7 Wochen nach dem iOS 13.3 Update schickt Apple mit iOS 13.3.1 das erste Zwischenupdate ins Rennen und nimmt damit vor allem diverse Problembehebungen ins Visier. Die Nachbesserungen betreffen insbesondere die neuen Kommunikationslimits, die seit ihrer Einführung vor ein paar Wochen unter einer simplen wie fatalen Sicherheitslücke leiden.

Die neue Kindersicherungseinstellung, die Eltern u. a. die Möglichkeit geben soll, zu kontrollieren, mit wem die Sprösslinge via FaceTime, Nachrichten-App oder das Telefon kommunizieren, lässt sich ganz leicht austricksen. Die Einschränkung, dass Kinder nur von hinterlegten Kontakten erreicht werden können, lässt sich nämlich umgehen, indem man unbekannte Personen einfach dem eigenen Adressbuch hinzufügt. Eigentich kaum zu glauben, dass Apple dieser doch sehr einfache Hack nicht schon vorher aufgefallen ist.

Eine weitere nennenswerte Änderung betrifft die mit dem neuen U1 Ultrabreitband-Chip ausgestatteten iPhone 11 Modelle. Der U1-Chip, der unter anderem die AirDrop-Funktionalität auf dem iPhone verbessern soll, sorgt auch dafür, dass sich die Standortabfrage der Systemdienste nicht komplett ausschalten lässt. Das iPhone kann also trotz deaktivierter Ortungsdienste weiterhin über die GPS-Abfragen des U1-Chips getrackt werden. Mit iOS 13.3.1 reicht Apple – nicht zuletzt auch aufgrund des öffentlichen Drucks und von Datenschutzbedenken – einen Schalter nach, um den Zugriff des U1-Chips auf die Ortungsdienste zu unterbinden. Zu finden ist dieser übrigens nach der Aktualisierung in der Einstellungen-App unter Datenschutz → Ortungsdienste → Systemdienste.

Das komplette Änderungsprotokoll verrät weitere Details über diverse Bugfixes – u. a. in der Mail-App – und liest sich wie folgt:

  • Behebt ein Problem bei Kommunikationslimits, durch das Kontakte ohne die Eingabe des Bildschirmzeitcodes hinzugefügt werden konnten
  • Fügt eine Einstellung hinzu, mit der die Verwendung der Ortungsdienste durch den U1 Ultrabreitbandchip gesteuert werden kann
  • Korrigiert ein Problem, das eine kurze Verzögerung vor dem Bearbeiten von Deep Fusion-Fotos des iPhone 11 oder iPhone 11 Pro verursachen konnte
  • Löst ein Problem bei Mail, durch das entfernte Bilder trotz deaktivierter Einstellung „Entfernte Bilder laden“ geladen werden konnten
  • Behebt ein Problem, bei dem in Mail mehrere Dialogfenster zum Widerrufen angezeigt werden konnten
  • Korrigiert ein Problem, bei dem FaceTime die rückseitige Ultra-Weitwinkelkamera anstelle der Weitwinkelkamera verwenden konnte
  • Löst ein Problem, bei dem das Senden von Push-Mitteilungen über WLAN fehlschlagen konnte
  • Korrigiert ein Problem mit CarPlay, das bei bestimmten Fahrzeugen zu verzerrtem Klang bei Telefonaten führen konnte
  • Fügt Unterstützung für Siri-Stimmen in indischem Englisch für den HomePod hinzu

iOS 13.3.1 installieren – so geht’s

Bevor ihr das Update macht, solltet ihr erst mal ein iCloud Backup bzw. iTunes Backup erstellen. Wie immer könnt ihr dann die Aktualisierung kabellos in der Einstellungen-App unter Allgemein → Softwareupdates anstoßen. Mit einem Tipp auf „Laden und installieren“ startet ihr den Download.

Als Nächstes: 15 iPhone Einstellungen die du DIREKT ändern solltest! (Video)

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