Gregor 21.07.2016 13:22 Uhr
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LTE und GPS: Neue Macs mit mehr Funktechnik?

Das US-amerikanische Patentamt hat ein Apple ein Patent zuerkannt, welches es ermöglichen könnte, Mobilfunk und GPS in MacBooks neuerer Bauart einzubauen. In der Nähe des Scharniers, das den Bildschirm mit dem Unibody eines MacBooks verbindet, soll eine LTE-Antenne verbaut werden können. Somit wäre es durchaus möglich, dass Apple seinen Mobilrechnern mobilen Internetzugang von Haus aus mitgeben möchte. Man würde für diese Funktion dann lediglich eine SIM-Karte mit Inklusivvolumen benötigen, falls Apple nicht schon auf die virtuellen SIM-Karte setzt. Schließlich gibt es eine ähnliche Technik unter dem Namen Apple SIM schon länger in iPads.

MacBook mit LTE

Der Mobilfunkstandard LTE würde mobilen Macs Webzugriff in hohen Geschwindigkeiten ermöglichen. Je nach Provider könnten Privat- und Geschäftskunden mit mehreren MBit an Datendurchsatz surfen, Downloads erledigen oder unterwegs Musik und Filme streamen. Wer derzeit mit einem MacBook unterwegs ins Netz will, der muss mit einem iPad oder iPhone einen persönlichen Hotspot errichten, den OS X dann für die Netzaktivitäten verwenden kann – umständlich.

Device 10 may also contain wireless communications circuitry for implementing near-field communications, communications at 60 GHz, light-based wireless communications, satellite navigation system communications, or other wireless communications.

Im Patentantrag ist aber nicht nur von WLAN und LTE die Rede. Vielmehr wird auch auf andere Funktechniken eingegangen, die an der passenden Stelle am Displayscharnier untergebracht werden könnte. NFC (Near Field Communication) und GPS (Satellite Navigation Communications) werden explizit als Beispiele für weitere Anwendungsszenarien genannt.

LTE im Mac: Konkurrenz für das iPad

Verbaut Apple in seinen MacBooks zusätzliche Funktechnik, würde das iPad für noch mehr Anwender obsolet werden. Denn der bereits erwähnte Persönliche Hotspot wird von vielen Nutzern ausschließlich mit einem UMTS-iPad aufgespannt. Der Grund: Die längere Akkulaufzeit im Vergleich zum recht schwachbrüstigen iPhone. Praktisch wäre ein integriertes UMTS- oder LTE-Funkmodul aber in jedem Fall. Wirft man einen Blick ins Windows-Lager, dann fällt auf, dass vor allem Business-Notebooks schon seit Jahren standardmäßig mit einem solchen Funkmodul kommen. Da Apple den Fokus sehr stark auf diese Zielgruppe lenkt – nicht zuletzt wegen der Kooperation mit IBM – wäre der Schritt hin zu mehr Funktechnologie im Mac ein logischer.