Gregor 10.03.2016 13:41 Uhr
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Apple vs. FBI: Eddy Cue fürchtet Überwachung via iPhone-Kamera & -Mikrofon

In der Debatte um die vom FBI geforderte iPhone-Entschlüsselung seitens Apple hat sich nun auch Online-Chef Eddy Cue zu Wort gemeldet. Laut Cue könnte die Regierung – sollte es ihr gelingen sich in dieser Sache durchzusetzen – künftig den iPhone-Hersteller dazu zwingen iPhone-Kameras und –Mikrofone aus der Ferne zu aktivieren, um Leute auszuspionieren.

Im Rahmen eines Interviews mit der spanischen Univision (via Business Insider) hat sich nun auch Apples Online-Chef Eddy Cue zum Thema iPhone-Entschlüsselung geäußert. Wie auch Tim Cook vertritt Cue die Meinung, dass der Einbau einer Hintertür in iPhones zu einem gefährlichen Präzedenzfall führen könnte. Zudem bestehe die Gefahr, dass das FBI Apple in Zukunft zwingen könnte sogar auf iPhone-Kameras und –Mikrofone zuzugreifen, um an Informationen zu gelangen.

„For example, one day [the FBI] may want us to open your phone’s camera, microphone. Those are things we can’t do now. But if they can force us to do that, I think that’s very bad.“

FBI will „Schloss auswechseln“

Weiterhin beschreibt der Online-Chef die Problemstellung mit einer leicht verständlichen Metapher. Demnach fordere das FBI von Apple den Schlüssel zur Hintertür eines Hauses, den Apple nicht besitzt. Deshalb wolle man Apple zur Auswechslung des Schlosses zwingen. Damit nimmt Cue Bezug auf die vielzitierte und vom FBI geforderte Hintertür in iOS.

„What they want is to give them a key to the back door of your house, and we don’t have the key. Since we don’t have the key, they want us to change the lock.“

Seit einiger Zeit drängt das FBI Apple dazu bei der Entsperrung des iPhones eines der Terroristen von San Bernadino mitzuhelfen. Konkret geht es um die Entwicklung einer speziellen iOS-Version, die es der Strafverfolgungsbehörde ermöglichen soll die Sicherheitsmechanismen des iPhones zu umgehen, um dieses mittels einer Brute-Force-Attacke zu knacken. Apple weigert sich dieser Aufforderung aufgrund von Sicherheitsrisiken einer derartigen Software mit Hintertür Folge zu leisten. Denn diese könnte – sollte sie einmal der Regierung zugänglich sein – auch von Kriminellen entdeckt und missbraucht werden.

(Bildquelle: Apple)