Gregor 17.02.2016 15:29 Uhr
News von

0,00 Sterne bei 0 Bewertungen

Apple veröffentlicht offenen Brief: Keine iOS-Hintertür für FBI

Apple hat kürzlich mit einem offenen Brief auf die richterliche Anordnung reagiert, wonach der iPhone-Hersteller dem FBI helfen soll einen Zugang zu den Daten eines beschlagnahmten iPhones zu erhalten. Konkret geht es dabei um das iPhone 5c eines der Attentäter des Terroranschlags von San Bernadino im Dezember. Aufgrund von Apples starker Verschlüsselung war es der Strafverfolgungsbehörde bislang nicht möglich das besagte Geräte zu knacken.

Der Anschlag von San Bernadino im Dezember, bei dem 14 Menschen ums Leben kamen, veranlasste die US-Regierung jüngst dazu Apple zu einer Zusammenarbeit in dieser Sache zu zwingen. Zwar ist der iPhone-Hersteller in diesem Zusammenhang bislang allen richterlichen Anordnungen nachgekommen, jedoch fordert das FBI nun eine „Backdoor“ im iPhone. Demnach soll Apple eine spezielle iOS-Version entwickeln, die auf einige der Haupt-Sicherheitsfunktionen verzichten würde.

Sicherheit & Privatsphäre der Nutzer in Gefahr

Laut Apple gefährde dies jedoch die Sicherheit der Nutzer und hätte weitreichende Konsequenzen jenseits des vorliegendes Rechtsfalles. Wie dem von Tim Cook unterzeichneten Brief zu entnehmen, hätte die Regierung im Zuge der Einführung solcher Hintertüren im iPhone die Möglichkeit auf die Daten aller Nutzer zuzugreifen. Weiter könnte die Regierung Apple dazu auffordern Überwachungssoftware zu entwickeln, um beispielsweise Nachrichten abzufangen, Standorte zu tracken oder Mikrofone und Kameras von iPhones anzuzapfen. Laut Aussage des Apple-Chefs verlangt die Regierung vom iKonzern seine eigenen Geräte zu hacken und die über Jahrzehnte entwickelten Sicherheitsmechanismen zu unterminieren. Der Tenor des Briefes ist schließlich, dass die Regierung die Sicherheit und Privatsphäre der Nutzer mit einer derartigen OS-Version aufs Spiel setzen würde.