Gregor 17.02.2016 12:04 Uhr
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US-Gericht fordert: Apple soll bei Entschlüsselung von Attentäter-iPhone helfen

Apple schreibt sich das Thema Datenschutz bekanntermaßen ganz groß auf die Fahne und verneint seit jeher den Einbau von Hintertüren, die es sowohl Strafverfolgungsbehörden als auch Kriminellen ermöglichen würden an Nutzerdaten heranzukommen. So hat jüngst eine US-Richterin Apple dazu aufgefordert dem FBI dabei zu helfen, Daten aus dem iPhone eines des für die Anschläge in San Bernadino im Dezember verantwortlichen Attentäters zu gewinnen.

Wie sich kürzlich herausgestellt hat, war einer der Attentäter von San Bernadino im Besitz eines iPhone 5c gewesen, welches sich nun seit mittlerweile zwei Monaten in den Händen des FBI befindet. Da es der US-Strafverfolgungsbehörde bislang nicht möglich war, an die auf dem iPhone gespeicherten Daten heranzukommen, hat nun die Richterin Sheri Pym Apple dazu angehalten die Gesetzeshüter mit einer speziellen Software auszustatten. Diese soll das Greifen der Sicherheitsmechanismen im Apple-Phone verhindern, wobei insbesondere ein Feature ausgehebelt werden soll, welches für die automatische Löschung der Daten bei einer bestimmten Anzahl an fehlgeschlagenen Login-Versuchen sorgt.

iOS 8 & iOS 9: Verschlüsselung nicht zu knacken

Das beschlagnahmte iPhone soll laut der Washington Post (via AppleInsider) mit iOS 9 laufen. Apple Sicherheitsmechanismen sind seit iOS 8 derart stark, dass nicht einmal der iPhone-Hersteller selbst diese knacken kann. Laut Aussage der Staatanwaltschaft soll Apple über die nötigen technischen Mittel verfügen, um dem FBI dabei zu helfen an die Daten heranzukommen. Allerdings dürfte dies in Anbetracht der starken Verschlüsselung dem iKonzern gar nicht möglich sein. Apple fürchtet durch den Einbau von Hintertüren in iOS die Sicherheit und Privatssphäre der Nutzer aufs Spiel zu setzen.

(Quelle: AppleInsider)