Sven 22.12.2016 15:47 Uhr
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Neue Photos-App auf iCloud.com

Völlig neu gestaltet ist die Fotos-App im Online-Angebot von Apple, iCloud.com. Bereits Anfang des Monats hat Apple mit dem neuen Design experimentiert. Offenbar ist das Feedback in der Beta-Phase positiv ausgefallen. Die neue Ansicht lehnt sich intensiv an das Look&Feel der Desktop-App an. Es gibt nun eine einblendbare Seitenleiste, die die Alben in einer Art Ordnerstruktur auflistet. So kann man einfach Ordnung in die eigenen Fotos bringen und diese in Ereignisse einsortieren.

iCloud.com wird aufgewertet

Was allerdings immer noch nicht geht, ist das Bearbeiten von Bildern. Nicht einmal einfachste Bildoptimierungen bietet die Web-App an. Damit eignet sich das Tool zwar zum Sortieren und Ordnen der eigenen Schnappschüsse in der iCloud Fotomediathek, einen größeren Nutzwert hat die Web-App allerdings (noch) nicht. Denn nur mit Funktionen für die einfache Bildbearbeitung könnte man unterwegs auch mit einem Windows-PC die eigene Fotosammlung optimieren. Eine einfache „Beschneiden“- oder „Rote-Augen“-Funktion stünde der Weblösung gut zu Gesicht.

Apple arbeitet offenbar daran, den Webzugriff auf Cloud-Inhalte besser zu machen. Die einzelnen Apps für Mac, iOS und Web nähern sich in diesem Zuge auch optisch an. Die neue Oberfläche von Fotos ist ein weiteres Indiz hierfür. Im Gegenzug hat Apple die professionelle Bildverwaltung Aperture ersatzlose gestrichen. Ebenso fiel iPhoto dem Apple.internen Rotstift zum Opfer. Die neue App, schlicht Fotos genannt, verfügt noch bei Weitem nicht über alle Features von Aperture, kann aber gegenüber dem von iPhoto Gebotenem deutlich punkten. Kritiker sehen in dem Schritt ein weiteres Indiz dafür, dass Apple professionelle Anwender weiter vernachlässigt. Dagegen spricht jedoch, dass man Fotos.app zumindest auf dem Mac mit passenden Apps aufbohren kann. So ist ein im Idealfall unterbrechungsfreier Workflow möglich. Den hat nicht einmal Aperture im Angebot gehabt.