Gregor 29.07.2016 11:11 Uhr
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Kopfhörer ohne Kabel sind der Renner

Zum ersten Mal in der Geschichte wurden in der ersten Jahreshälfte 2016 in den USA mehr Kopfhörer ohne Kabel unter die Leute gebracht als kabelgebundene Modelle. Womöglich könnte Apple mit seiner Entscheidung, den 3,5mm Klinkenstecker aufs Altenteil zu schicken, zum genau richtigen Zeitpunkt erfolgt sein. Das für Herbst erwartete iPhone 7 soll Gerüchten zufolge keinen solchen Anschluss mehr aufweisen. Ein Sturm der Entrüstung, der in verschiedenen Petitionen gipfelte, war die Folge. Vermutlich lässt sich Apple von dem Aufschrei der Internetgemeinde nicht abschrecken – um ein flacheres iPhone 7 zu bauen, muss der Klinkenstecker offenbar schlicht weichen.

Statt Bluetooth: Kopfhörer für Lightning

Apple hält den althergebrachten Klinkenstecker für überholt und will als Alternative kabelgebundene Audio-Übertragung über den Lightning-Anschluss ermöglichen. Vorteile hätte dies auch: die Klangqualität über Lightning soll dem iPhone-Hersteller zufolge deutlich besser sein als die traditionelle Methode über den 3,5 Millimeter-Klinkenstecker. Welche Art von Headset – Bluetooth oder Lightning – dem iPhone 7 beiliegen wird, ist derzeit noch unklar.

Die NPD Group hat in ihrer Marktstudie für den amerikanischen Markt herausgefunden, dass die Verkäufer Bluetooth-fähiger Kopfhörer erstmals die der kabelgebundenen Modelle überflügelt hat. Unangefochtener Marktführer ist den Analysten zufolge Beats. Der Kopfhörer-Hersteller, der mittlerweile zu Apple gehört, hat zusammen mit dem Zweitplatzierten LG rund 64 Prozent aller verkauften Bluetooth-Kopfhörer gefertigt. Danach folgen Bose, Jaybird und Scullcandy auf den Plätzen 3, 4 und 5. Genauere Zahlen veröffentlicht das Marktforschungsinstitut leider nicht.

Funk-Kopfhörer werden billiger

Allerdings untersuchten die Marktexperten die Preise für Bluetooth-Ohrhörer. Im Vergleich zum Vorjahr sank der durchschnittliche Verkaufspreis für Funkkopfhörer um 5 Prozent. 30 Prozent der verkauften Modelle lagen in der ersten Jahreshälfte 2016 preislich unter 50 US-Dollar. Im vorausgegangenen Jahr 2015 summierte sich der Anteil der Low-Cost-Modelle auf lediglich 16 Prozent.