Gregor 13.04.2016 11:45 Uhr
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iPhone-Entschlüsselung: FBI bekam Hilfe von professionellen Hackern

Bisher ging man davon aus, dass die israelische Sicherheitsfirma Cellebrite vom FBI angeheuert wurde um das iPhone 5c eines der San Bernadino-Attentäter zu knacken. Laut eines neuen Berichts soll das FBI allerdings nicht bei Cellebrite sondern professionellen Hackern Hilfe gesucht haben, um das beschlagnahmte iPhone zu entsperren. Dabei soll man sich eine bisher nicht entdeckte Sicherheitslücke zu Nutze gemacht haben.

Wie die Washington Post aus einer anonymen Quelle erfahren haben will, soll das FBI professionelle Hacker bezahlt haben, um das iPhone eines der Attentäter von San Bernadino zu entschlüsseln. Die Hacker sollen eine bislang unentdeckte Schwachstelle in der Software genutzt haben, um eine spezielle Hardware zu entwickeln, die das Knacken des vierstelligen Passcodes des Apple-Phones ermöglichte. So wurde auch verhindert dass ein Sicherheitsfeature nach dem zehnten fehlgeschlagenen Login-Versuch greift und sämtliche Daten auf dem iPhone löscht. Zuvor hatte die US-Behörde von Apple die Entwicklung eines Tools gefordert, welches die Umgehung der besagten Sicherheitsfunktion ermöglichen sollte.

Fragwürdige Kontakte

Wie dem Bericht weiter zu entnehmen ist, soll unter den Hackern auch ein sogenannter „gray hat“ gewesen sein. Dabei handelt es sich um eine eher zwielichtige Sorte von Programmierern, die Sicherheitslücken ausfindig machen und diese an Regierungen oder Unternehmen, die Überwachungs-Tools entwickeln, verkaufen. FBI-Chef James Comey betonte zuletzt, dass sich die verwendete Entschlüsselungs-Methode nur für iPhone 5c-Modelle mit iOS 9 nutzen ließe. Wie es die Behörde angestellt hat das beschlagnahmte iPhone zu knacken, ist bislang noch nicht bekannt und soll es laut Aussage von Comey auch bleiben. So fürchtet die Behörde, sie könnte in ihren Bemühungen wieder an den Startpunkt zurückgeworfen werden, sollte Apple die Schwachstelle schließen.