Gregor 23.02.2016 16:47 Uhr
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Bill Gates: Apple sollte Attentäter-iPhone knacken

Die Forderung des FBI, wonach Apple der Strafverfolgungsbehörde beim Knacken des iPhones eines der Attentäter von San Bernadino  helfen soll, spaltet nicht nur die Bevölkerung, sondern sorgt auch unter den Entscheidungsträgern wichtiger IT-Unternehmen für Gesprächsstoff. So meldete sich kürzlich der Microsoft-Mitbegründer und ehemalige Chefentwickler Bill Gates zu Wort und schlug sich mit seiner Aussage überraschenderweise auf die Seite des FBI.

Im Fall um die Entschlüsselung des iPhones eines toten Terroristen, weigert sich Apple nach wie vor mit dem FBI zu kooperieren. Konkret fordert die Strafverfolgungsbehörde den iPhone-Hersteller zur Entwicklung eines speziellen Tools auf, das es ermöglichen soll an die Daten des beschlagnahmten Apple-Phones zu gelangen. Der iKonzern fürchtet dabei die Schaffung eines Präzedenzfalles, welcher dazu führen könnte, dass die Regierung künftig Hintertüren in sämtlichen Sicherheitssystem fordern könnte. In dieser Sache hat sich nun auch der ehemalige Microsoft-Chef Bill Gates im Rahmen eines Interviews mit der Financial Times zu Wort gemeldet und klar Stellung bezogen:

„This is a specific case where the government is asking for access to information. They are not asking for some general thing, they are asking for a particular case,” Gates told the Financial Times.“

„Dies ist ein spezieller Fall, im dem die Regierung um die Schaffung eines Zugangs zu Informationen bittet. Sie (das FBI) fordern keinen generellen Zugang, sondern beziehen sich auf den vorliegenden Fall.“

Gates Aussage lässt darauf schließen, dass er in der Entschlüsselung des iPhones keinen Präzedenzfall sieht, sondern vielmehr eine Ausnahme von der Regel. Damit steht das Microsoft-Urgestein ziemlich alleine da, zumal viele Vertreter großer Technologie-Firmen wie zuletzt Facebook-CEO Mark Zuckerberg dem iPhone-Hersteller die Unterstützung ausgesprochen haben. Laut Meinung von Apple gefährde der Einbau einer Hintertür in Verschlüsselungssystemen die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzerdaten. Es bleibt spannend, wer sich in dieser Sache am Ende wird durchsetzen können.