DanielG 22.12.2015 10:43 Uhr
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Apple vs. Ericsson: Patentstreit beendet

Der Streit zwischen Apple und dem schwedischen Mobilfunkunternehmen Ericsson aufgrund diverser Patentverletzungen seitens des iPhone-Herstellers, scheint beendet zu sein. Im Rahmen eines 7 Jahre geltenden Lizenzabkommens haben sich die beiden Unternehmen nun darauf geeinigt die Patentstreitigkeiten zu begraben.

Nachdem Ericsson im Mai dieses Jahres eine Patentklage gegen Apple in mehreren europäischen Ländern eingereicht hat, haben sich die Parteien nun außergerichtlich einigen können. Apple hatte zuvor Technologien von Ericsson in seinen iPhones genutzt ohne dafür die fälligen Lizenzgebühren an das schwedische Unternehmen entrichtet zu haben. Konkret wurde Apple vorgeworfen Patente der Mobilfunkstandards 2G und 4G/LTE sowie weiterer Technologien ohne entsprechende Lizenzvereinbarung verwendet zu haben.

Weltweites Patentabkommen sorgt für Einigkeit

Mit dem nun beschlossenen weltweiten Patentabkommen (Cross-License-Deal), dessen Gültigkeit auf 7 Jahre ausgelegt ist und welches zahlreiche Technologien und Patente beider Unternehmen zum Gegenstand hat, einigen sich der schwedische Netzwerkausrüster und der iKonzern nun auf eine Lösung des Problems. Damit sind auch alle noch laufenden Patentverletzungsverfahren beigelegt, wie Ericsson in der gestrigen Pressemitteilung verkündete. Darüber hinaus wolle man auch in verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten wie beispielsweise bei der Entwicklung des 5G-Mobilfunkstandards, so der Mobilfunk-Zulieferer.

Wie hoch die Einnahmen aus den Lizenzzahlungen, die Ericsson aus dem Deal erwirtschaftet genau sind, verrät das Unternehmen nicht. Der erwartete Umsatzanstieg beläuft sich allerdings auf 13 bis 14 Milliarden schwedische Kronen im laufenden Jahr, wie der Pressemitteilung zu entnehmen ist. Ein durchaus lukratives Geschäft für die Schweden.