Samuel 14.12.2015 16:51 Uhr
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Banksy-Graffiti: Steve Jobs als syrischer Flüchtling

Der britische Straßenkünstler Banksy, welcher sich mit seinen Graffitis oft und vollkommen anonym zum Zeitgeschehen äußert, hat nun den verstorbenen Apple-Begründer und CEO Steve Jobs als vermeintlich syrischen Flüchtling auf eine Wand im französischen Calais gesprüht.

Banksy äußert sich zur Flüchtlingskrise

Die Flüchtlingskrise in Europa ist allgegenwärtig und seit einigen Monaten Dauerthema in den verschiedensten Medien. Jetzt äußert sich der britische Streetart-Künstler Banksy, dessen Identität nicht bekannt ist, auf seine eigene künstlerische und kontroverse Art und Weise. So hat er im nordfranzösischen Calais, welches in der Flüchtlingskrise immer wieder für Schlagzeilen sorgt, den ehemaligen Apple-Chef in verdächtiger Pose auf einer Wand portraitiert. In dem Graffiti erinnert Jobs mit einem Beutel über dem Rücken und – wie es aussieht – einem Macintosh in der rechten Hand ein wenig an einen Dieb, der gerade bei etwas erwischt wurde. Banksy will offenbar so die gängigen Vorurteile gegenüber Migranten zur Schau stellen.

Steve Jobs als Positivbeispiel

Banksy kritisierte gegenüber der britischen Tageszeitung The Guardian das schlechte Bild, dass die meisten Menschen von der Migration haben. Anhand von Steve Jobs, welcher selbst Sohn eines syrischen Migranten war, will der Graffiti-Künstler zeigen, welch enorme Vorteile sich aus der Migration ergeben können. Steve Jobs war immerhin der Gründer eines der profitabelsten Unternehmen der Welt, so Banksy. Auch wenn dieser Vergleich nicht ganz zutrifft – Steve Jobs war weder Flüchtling noch Migrant – dürfte das Portrait auch aufgrund der medialen Aufmerksamkeit seine gesellschaftkritische Wirkung entfalten.

(Bildquelle: The Verge)