Sven 09.12.2015 16:48 Uhr
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Werbeaufsicht in Großbritannien: Sex-Werbung in Kinder-Apps

Böse Panne bei einem Werbenetzbetreiber in UK. Der Werbeaufsicht im britischen Königreich liegt eine Beschwerde mehrerer besorgter Eltern vor, die Sex-Reklame in Kinderapps entdeckt haben wollen. Konkret geht es um die App „My Talking Tom“ („Sprechender Kater Tom“) (App Store Link), die auch hierzulande recht populär ist. Kindern, die mit der App herumspielten wurden Bilder nackter Erwachsener präsentiert, die mit dem Text „Want to fuck her?“ – „Yes“, „Maybe“, „No“ unterschrieben waren. Die britische Werbeaufsicht Advertising Standards Authority (ASA) hat daraufhin den Hersteller der Werbung abgemahnt.

Böse Absicht oder Versehen?

Hintergrund des zugegebenermaßen geschmacklosen Fehltritts war aber offenbar weniger böse Absicht des Anbieters Plymouth Associates. Dieser hat zunächst vorgegeben, ein böswilliger Dritter habe die Apps platziert. Dieser Argumentation folgte die ASA jedoch nicht. DAnn hieß es, es könnte ein Programmfehler die Sex-Reklame irrtümlich an die Kinder ausgeliefert haben. Bei der Zuordnung der App zum passenden Werbenetzwerk scheint es einen gravierenden Fehler gegeben zu haben. Die Firma wurde angemahnt, eine Strafe gibt es indes nicht. Das Werbenetzwerk muss in Zukunft jedoch sicherstellen, dass ein solcher Fall nicht neuerlich gemeldet werden muss.

Tipps für Eltern

Bislang hat es einen ähnlichen Fall in Deutschland noch nicht gegeben. Wir empfehlen aber generell allen Eltern, den Nachwuchs nicht alleine vor dem iPhone zu parken, sondern den Medienkonsum der Kleinen zu begleiten. Denn eine technische Panne wie die der ASA gemeldete, kann auch hierzulande jederzeit vorkommen. Ein Hack allemal.

Vor allem kostenlose Apps versuchen, ihre Aufwände für die App-Etnwicklung über Werbung zu amortisieren. Dabei werden auch Werbenetzwerke genutzt, die zweifelhafte Inhalte ausliefern. Wer aber auf Premium-Apps setzt, der macht in der Regel nichts verkehrt. Diese Apps verzichten generell auf Werbung. So ist die Gefahr gering, dass der eigene Nachwuchs mit derlei erwachsenen Inhalten und nackten Tatsachen konfrontiert wird.