Christoph 02.12.2015 14:24 Uhr
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Apple Pay: Verluste bei P2P-Überweisungen erwartet

Wenn es bei Apple Pay tatsächlich zu der vom Unternehmen geplanten Möglichkeit von Geldtransfers zwischen Privatpersonen kommen sollte, wird den iPhone-Hersteller kurzfristig jede Überweisung Geld kosten. Analysten glauben, dass Apple dies bewusst in Kauf nimmt, um die Akzeptanz des mobilen Zahlungsservice zu stärken.

Apple zahlt drauf

Laut Aussage des Marktforschungsunternehmens Crone Consulting könnte die Einrichtung und die Bestätigung eines neuen Kontos Apple zwischen 0,50 und 3 Dollar kosten. Zudem würde jede Transaktion das Unternehmen mindestens 0,25 Dollar kosten. Grundsätzlich erzielen Firmen wie PayPal den Großteil ihrer Erlöse aus geschäftlichen Transaktionen und weniger aus Überweisungen zwischen Einzelpersonen.

Schnelle Verbreitung von Apple Pay erwartet

An die Möglichkeit von privaten Geldtransfers über Apple Pay scheint wohl die Hoffnung geknüpft zu sein, dass Kunden den mobilen Bezahldienst zunehmend auch für Einkäufe nutzen werden. Die Firma Crone spekuliert weiter, dass die Möglichkeit von P2P-Überweisungen die Nutzung von Apple Pay bei den iPhone-Besitzern innerhalb von 18 bis 24 Monaten verdoppeln könnte. Das liegt an dem viralen Charakter des P2P-Service, denn der Empfänger einer Zahlung muss sich ebenfalls für den Service anmelden.

Apple soll laut dem Wallstreet Journal bereits mit diversen Banken über das Vorhaben gesprochen haben. Eine Partnerschaft mit Netzwerk clearXchange, welche bereits die Unterstützung der Banken genießt, ist dabei denkbar. Auf jeden Fall wartet auf Apple ein hart umkämpfter Markt, denn neben PayPal als Platzhirschen im mobilen Bazahlen hat das Marktsegment längst auch das Interesse von Unternehmen wie Square und Facebook geweckt.