Sven 30.11.2015 13:13 Uhr
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Rentner verklagt Apple wegen Datenverlust auf seinem iPhone

Eine Nachricht aus der Rubrik „Traurig, aber vermeidbar“: Ein 68-jähriger Brite verklagt Apple auf Schadenersatz in Höhe von 5000 Pfund (rund 7100 Euro), weil ein Mitarbeiter des Apple Stores in der Londoner Regent Street die Daten auf dem iPhone gelöscht hatten. Nachdem der Rentner sein iPhone 5 in den Laden gebracht hatte um einen nicht näher spezifizierten Fehler zu beheben, wären Daten aus 15 Jahren Telefon-Nutzung verloren gewesen. Im Wesentlichen handelt es sich bei den verlorengegangenen Daten um Telefonbucheinträge und Fotos. Vor allem letzteres scheint den Rentner zu beschäftigen.

Triviale Fotos und Videos verschollen

Denn es seien auf dem iPhone neben Bildern seiner Hochzeitsreise auch ein Video von einer Riesenschildkröte abhanden gekommen, die auf den Seychellen in seine Hand biss. Tragisch ist ein solcher Datenverlust mit Sicherheit. Ob allerdings ein Gericht dem Mann recht gibt und die geforderten 5000 Pfund Schadenersatz gewährt, ist ungewiss. Apple äußerte sich in der Sache ebenfalls schon knapp.

“The claimant has not demonstrated how he suffered any loss.”

„Der Kläger hat noch keinen Beweis für seinen Verlust erbracht.“

Das ist natürlich ein Henne-Ei-Problem. Denn wie soll der Kläger einen Verlust beweisen, wenn Apple die Original-Dokumente gelöscht hat, von denen es kein Backup gibt? „Mein Leben war auf diesem iPhone gepseichert.“ gibt der ältere Herr gegenüber Cult of Mac zu Protokoll.

Datenverlust vermeidbar mit einem Backup

Als intensive iPhone-Nutzer, denen Ähnliches auch schon passiert ist, können wir den Schmerz nachfühlen, den der Mann erleidet. Allerdings kann man sein iPhone auf mehrere Arten gegen Datenverlust absichern. Ein iCloud-Backup oder eine lokale Sicherung mit iTunes hätten einen Großteil der Daten gerettet. Dennoch hoffen wir insgeheim, dass der Mann den Prozess gewinnt. Denn er möchte mit dem Geld die Hochzeitsreise wiederholen, deren Fotos durch den vermeintlichen Fehler des Apple-Mitarbeiters abhanden kamen.