Sven 24.11.2015 10:51 Uhr
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Axel Springer zieht gegen Ad-Blocker vor Gericht

Der Axel Springer Verlag macht zunehmend ernst, wenn es um die Online-Vermarktung der eigenen Inhalte geht. Nächstes Kapitel: Klagen gegen Anbieter von iOS-Werbeblockern auf dem iPhone. Anbieter Blockr ist dabei besonders in das Visier der Medienvermarkter geraten. Die Entwickler des Werbeblockers werden vom Axel Springer Verlag vor Gericht gezerrt. Begründung der Verlagsgruppe, zu der die „Bild“ und „Die Welt“ gehören: Durch den Einsatz der Blocker entgehen dem Konzern Gewinne aus Werbeanzeigen rund um die redaktionellen Beiträge ihrer Zeitungen. In der Verhandlung vom 19. November argumentierten die Anwälte von Blockr hingegen, dass ihre Software legal sei und lediglich eine Option wäre.

Bild.de im Kampf gegen Ad-Blocker

Vor allem das Angebot von Bild.de wurde in den letzten Wochen immer weiter abgeriegelt: Anwender, die einen AdBlocker einsetzen, bekommen mittlerweile nur noch einen Hinweis auf das kostenpflichtige Digital-Abo zu sehen. Damit kann man dann auch mit Ad-Blocker auf Bild Online surfen. Denn durch das Abo sind die entgangenen Klicks kompensiert.

Wir von der iphone-tricks.de Redaktion sind an dieser Stelle sehr zwiegespalten. Einerseits leben wir natürlich selber direkt von den Einnahmen aus Bannerwerbung und Affiliate Links. Andererseits respektieren wir den Wunsch der Anwender, von Werbung nicht allzu sehr bedrängt zu werden. Deswegen versuchen wir immer, unsere Werbung so unaufdringlich wir möglich zu platzieren. Wenn ihr uns unterstützen wollt, dann seht euch auch vielleicht mal ein Angebot unserer Partner an.

Das Urteil im Prozess gegen die Macher von Blockr wird von der gesamten Medienindustrie mit Spannung erwartet. Es ist für die Verhandlung am 10. Dezember 2015 angesetzt.