Sven 16.11.2015 20:06 Uhr
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Apple promotet eigene Apps in den Free-Charts

Ob es an den Optimierungen der App Store Suche liegt, die Apple vorgenommen hat, oder ein Fehler vorliegt, ist unklar. Fakt ist aber, dass der iPhone-Hersteller auf manchen Endgeräten die eigenen kostenlosen Apps wie Pages, Numbers, Keynote und andere derzeit auf iOS-Geräten in den Gratis-Charts anzeigt. Interessanterweise tut der Computerkonzern das nicht auf dem Mac. Dort kann man die Toplisten ebenfalls einsehen.. Dazu nutzt man, wie unter Windows, iTunes. In der Computerversion der Top-Charts tauchen die Apple-Apps nicht auf. Ein Grund könnte sein, dass man diese Anwendungen nicht direkt auf dem Endgerät nutzen kann. Denn für dem Mac existieren eigene Versionen von iWork.

Rankings in den Charts kommen durcheinander

Bereits letzte Woche hat die auf App Store SEO spezialisierte Firma Sensor Tower herausgefunden, dass die Rankings im App Store entsprechend beeinflusst werden. Die genauen Platzierungen schwanken dem Unternehmen zufolge. Außerdem sollten es – ginge es nach den Downloadzahlen – gerade mal GarageBand und der virtuelle Vorlesungssaal iTunes U in den Gratis-Charts auftauchen. Die Office-Suite iWork für iOS ist für einen Platz in den Top Ten schlicht zu unpopulär.

Hier der direkte Vergleich der Charts. Oben auf einem iPhone 5s, unten auf dem Mac:

Schwierig nachzuvollziehen: Top-Charts in iTunes

Die mangelnde Reproduzierbarkeit der Ergebnisse macht eine Analyse für Firmen außerhalb von Apple schlicht unmöglich. Denn manchmal sind die Top-Charts auch auf allen Geräten identisch. Von einer böswilligen Manipulation oder wettbewerbswidrigem Marketing möchte zunächst niemand sprechen. Schließlich kann man die iWork-Programme auf einem neuen iPhone kostenlos laden. Eine offizielle Stellungnahme seitens Apple steht unterdessen noch aus. Vermutlich gibt sich die Situation wieder und es liegt in der Tat ein Fehlverhalten der neuen Algorithmen vor, die Apple in der App-Suche einsetzt.