Sven 03.11.2015 6:33 Uhr
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iOS 9.1: Jailbreak fertig zum Verkauf an Geheimdienste

In der Jagd auf einen über das Internet anwendbaren Jailbreak für iOS 9.1 hat die „Sicherheitsfirma“ Zerodium 1 Million US-Dollar für das Hackerteam in Aussicht gestellt, dass ihn liefert. Allem Anschein nach hat das auf unentdeckte Sicherheitslücken (und vor allem deren Verkauf) spezialisierte Unternehmen eine Truppe kompetenter iOS-Hacker gefunden, die dieses Ziel erreicht haben. Doch auf eine Veröffentlichung dürfen Anwender, die einen unkompliziertem Jailbreak über das Web erhoffen, kaum erwarten. Zerodium hat nicht 1 Million Dollar ausgegeben, um den Jailbreak schlicht „unter die Leute“ zu bringen. Vielmehr geht es darum, den Hack an Behörden und Geheimdienste (oder einen anderen, der genügend Geld dafür ausgeben möchte), zu verhökern.

007 auf iOS 9.1: Jailbreak für Geheimdienste

Denn Zerodium hat dem iPhone-Hersteller Apple ebenfalls keine Details zu der Sicherheitslücke verraten, die der Jailbreak nutzt. Somit hat der IT-Konzern keine einfache Möglichkeit, das Sicherheitsproblem für seine Kunden zu beheben. Das genau ist das Ziel von Zerodium. Die Firma möchte den Jailbreak an Geheimdienste wie die NSA und Behörden verkaufen, die in die iPhones ihrer Zielpersonen einbrechen und schnüffeln wollen. Mit einem über das Internet durchführbaren Jailbreak ist das natürlich sehr einfach. So kann man den Jailbreak installieren, ohne physischen Zugriff auf das Gerät zu haben. Nach erfolgter Durchführung lässt sich eine Menge Malware und Spionagesoftware wie Trojaner und Passwort-Sniffer darauf installieren. Vom Opfer völlig unbemerkt kann dann alles protokolliert und überwacht werden.

Auch iOS 9.2 beta betroffen

Durch Zufall hat Apple den Exploit noch nicht entdeckt: iOS 9.2 beta lässt sich mit dem Sicherheitsleck ebenfalls noch jailbreaken, behauptet Zerodium.

(Quelle: 9to5mac.com)