Sven 08.10.2015 15:00 Uhr
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Apple ändert Download-Spielregeln für alte Apps

Bisher war die Situation für Apple-Kunden ziemlich einfach. Wenn ein Artikel gekauft wurde, konnte er stets nachträglich von den Servern der kalifornischen iPhone-Schmiede heruntergeladen werden. So „verlor“ man keine einzelne App, sogar wenn man sie monate- oder jahrelang nicht genutzt hat und dann auf einem neuen iPhone wiederbeleben will. Auch wenn der verantwortliche Entwickler die App nicht mehr zum Verkauf anbietet, besteht immer noch die Möglichkeit des erneuten Herunterladens. So war das bisher. Diese Spielregeln haben sich nun verändert. Ein Sprecher Apples hat das bestätigt:

“If an app that you own is removed from the App Store, you will no longer be able to download it from your purchase history (…)“ – Apple Sprecher

Nur noch zum Verkauf angebotene Apps downloadbar

Wenn nun ein Entwickler eine App aus dem App Store entfernt, dann verschwindet diese gleichzeitig aus den „Einkäufe“-Listen in den App Stores (iOS und Mac App Store). Ein neuerlicher Download des Artikels ist dann für gewöhnliche Anwender nicht mehr möglich. Für dieses Problem gibt es sowohl auf Nutzer- als auch auf Entwicklerseite eine Lösung. Anwender können ihre Apps mit iTunes synchronisieren. So bleiben sie in dem Besitz. Und selbst wenn eine Anwendung nach Jahren wieder genutzt werden soll und nicht mehr verkauft wird, lässt sie sich noch installieren. Ob sie allerdings mit der dann aktuellen iOS-Version noch läuft, steht auf einem anderen Blatt.

Entwickler können alte Apps weiterhin verfügbar halten

Entwickler haben ebenfalls eine kundenfreundliche Möglichkeit, eine App permanent zum Download anzubieten. Selbst wenn eine Anwendung für weite Teile der Welt nicht mehr in einer alten Version zur Verfügung stehen sollen, so kann man diese in einem einzigen kleinen Landstrich wie beispielsweise Burkina Faso zum Verkauf anbieten. Mit diesem Trick verbleibt die App weiterhin auf Apples Servern und in den Einkaufslisten der Anwender. Nachteil ist natürlich, dass sich Neukunden in Burkina Faso (oder Liechtenstein oder Andorra) weiterhin eine alte Version neu kaufen können, obwohl die Nachfolge-Version bereits überall die einzige im Handel ist.

Bei der geringen Zahl an Anwendern in den kleinen Ländern ist dieses Risiko vernachlässigbar, zumal man mit einem horrenden App-Preis Käufer vom Einkauf abschrecken kann.