Sven 30.09.2015 5:47 Uhr
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Analyse: iPhone 6s kostet 211,50 US-Dollar

Da mag Tim Cook noch so schimpfen über „Guesstimators“, die aus Schätzwerten Analysen machen und versuchen, diese als Realität zu verkaufen – IHS Technology hat zusammenaddiert, was ein iPhone 6s und iPhone 6s Plus Apple in der Herstellung kosten. Für 211,50 US-Dollar und 236 USD sollen die neuen Flaggschiffe Apples zu bauen sein. Das erscheint auf den ersten Blick nicht viel, schließt aber die Kosten für Forschung und Entwicklung, Marketing, Logistik und dergleichen nicht ein.

3D Touch teuerstes Bauteil im iPhone 6s

Das teuerste Bauteil eines iPhone 6s ist in der Tat das neue 3D Touch Display. Dieses verursacht mit 52,50 USD mehr als ein Fünftel der Gesamtkosten. Weniger als die Hälfte des Displaypreises wird für den Hauptprozessor A9 veranschlagt. Lediglich 22 Dollar muss Apple dafür kalkulieren. Ob sich hier die unterschiedlichen Modellgrößen ebenfalls auswirken, ist unklar. Der Hauptspeicher, der nun 2 GB fasst, schlägt mit rund 17 US-Dollar zu Buche, die Kamera-Module mit 22,50 und die Mobilfunkkomponente von Qualcomm mit 13 Dollar.

16 GB im iPhone 6s für knapp 6 Dollar

Zusammenbauen kann man ein iPhone übrigens für 4,50 Dollar. Der 16GB Flash-Speicher für Apps, Musik und Daten kostet sage und schreibe 5,50 USD. WLAN und Akku-Modul kosten im Einkauf 6 und 4,50 Dollar, je nach Modell. Andere Bauteile wie Beschleunigungssensor, Gyroskop, Barometer, Kompass, Audio-Controller und NFC-Chip sind zusammengenommen für 18 Dollar zu haben.

Warum ist das iPhone 6s dann so teuer?

Natürlich kommt nun die Frage auf, warum iPhones dann so teuer sind. Neben den Kosten für Verwaltung und Marketing ist es einfach die Tatsache, dass Apple als Aktiengesellschaft vor allem eines tun muss: Geld verdienen. Dem Hightech-Konzern darf es nicht darum gehen, ein möglichst günstiges Telefon auf den Markt zu bringen; per deifnition ist er zu immer weiter steigenden Gewinnmargen verdammt. Damit die Aktionäre einen guten Schnitt machen.