Sven 29.09.2015 14:38 Uhr
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Apple verbaut unterschiedliche Prozessorgrößen

Dass der iPhone-Hersteller Apple für die Kernkomponente seines neuen iPhone 6s mehrere Zulieferer hat, ist schon eine Weile lang bekannt. Dass die beiden Hersteller von Computerchips TSMC einerseits und Samsung andererseits auch in verschiedenen Herstellprozessen produzieren, ist ebenfalls kein Geheimnis mehr. Nun ist aber zum ersten Mal in der Geschichte des iPhones eine Situation eingetreten, die Apple bisher wirksam zu verhindern wusste: Die Komponenten in ein und demselben Modell sind unterschiedlich groß. Hintergrund ist, dass Samsung im moderneren 14-Nanometer-Prozess fertigt, während TSMC die etabliertere 16-Nanometer-Technik verwendet.

Unterschiedliche Chips im iPhone 6s

Ergebnis: Die Prozessoren sind im iPhone 6s unterschiedlich groß. Samsungs Chip misst eine Fläche von 96 Quadratmillimetern, während der Prozessor von TSMC 104,5 mm² Fläche beansprucht. Produktionstechnisch für Apple wohl weniger ein Problem, im Gehäuse des iPhone 6s ist offenbar genug Platz um beide Varianten unterzubringen.

Verschieden groß. Verschieden leistungsfähig

Doch nicht nur die Größe des Prozessors differiert. Auch die Leistungsfähigkeit der Komponenten scheint unterschiedlich zu sein. Welcher Chip nun die bessere Leistung bringt, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt. Vermutlich merken Anwender von den Performanceunterschieden ohnehin im täglichen Gebrauch nichts. Möglicherweise sind auch nur Teilaspekte der Prozessorleistung unterschiedlich. So könnte die Grafikleistung differieren oder die Fließkommaberechnung auf dem einen oder anderen Modell etwas schneller gehen.

So oder so: Das iPhone 6s gilt ersten Tests zufolge als wahres Performance-Monster. Ob in diesem nun ein Chip von TSMC oder Samsung schlägt, sollte den Apple-Kunden egal sein können. Ist es vermutlich auch.