Sven 31.08.2015 5:43 Uhr
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Im Vergleich: iPhones laden zu langsam

Für gewöhnlich ist es kein besonders starkes Verkaufsargument; kaum ein Kunde dürfte im Laden nach der Zeit fragen, die sein Smartphone-Favorit zum vollständigen Laden benötigt. Das iPhone landet an der Strippe, wenn es nach rund 48 Stunden leer ist. Manche Anwender laden es ohnehin jede Nacht, vor allem diejenigen mit einer Apple Watch. Diese zieht zusätzliche Energie. Aber das ist ein anderes Thema. Die Technik-Website Toms Guide hat verglichen, wie lange verschiedene Smartphones benötigen, bis sie voll aufgeladen sind. Und die Ergebnisse sind für iPhone-Fans eher ernüchternd. Das iPhone 6 benötigte im Test für den Ladestand von 100 Prozent satte 2 Stunden und 35 Minuten.

iPhone 6 braucht rund 2 ½ Stunden

Die Konkurrenz schafft dies teilweise in 1:22 Stunden. Ein signifikanter Unterschied, wenn es mal schnell gehen muss. Allerdings muss der Fairness halber jedoch gesagt werden, dass Apples Konkurrenz aus dem Android-Umfeld vorwiegend eine Technik einsetzt, die der Chiphersteller Qualcomm (auf den die meisten Anbieter setzen) kostenlos zur Verfügung stellt. In Kombination mit einem relativ großen Akku (9 Volt, 1,67 Ampere) kann die Quick Charge 2.0 getaufte Technik ihre volle Wirkung entfalten. Manch ein Hersteller verlangt denn auch für die Schnellladetechnik einen Aufschlag und verbaut diese nicht in den günstigen Modellen.

Keine Lizenztechnik im iPhone

Wie allgemein bekannt ist, designt Apple seine Prozessoren in Eigenregie und kauft diese nicht zu. So hat der iPhone-Hersteller keine Chance, günstige Zulieferer-Technik einzusetzen. Als Energiespeicher kommen konventionelle 9 Volt / 1,5 Ampere Akkus zum Einsatz. Daher rührt auch das eigentümliche Verhalten, dass die iPhones im Test zeigten: 80 Prozent Ladestand waren ähnlich schnell wie bei der Konkurrenz erreicht. Die restlichen 20 Prozent benötigten dann nahezu nochmals dieselbe Zeit.

Am Testverfahren selbst ist kaum etwas auszusetzen. Die Tester entluden die Smartphones allesamt komplett, luden sie dann bis auf 5 Prozent auf und maßen dann in regelmäßigen Abständen die Ladestände. Alles an der selben Wandsteckdose und mit jedem Modell mehrfach.

Sucht Apple nach Lösungen?

Möglicherweise widmet sich Apple diesem Thema in einer kommenden Gerätegeneration. Andererseits hat der kalifornische Hersteller auch berechtigte Gründe, genau dies nicht zu tun. Denn ein Schnellladen belastet die Akku-Hardware sehr stark und der Energiespeicher verschleißt schneller. Anbetracht dessen, dass die Akkus nicht einfach gewechselt werden können (auch aus Umweltaspekten nicht unproblematisch), versucht Apple, die Akkus entsprechend pfleglich und konservativ zu laden.

Wie seht ihr das? Schnelligkeit vor Nachhaltigkeit? Ist es überhaupt wichtig, wie schnell das iPhone voll geladen ist?

(Bildquelle: Toms Guide)