Sven 20.08.2015 23:16 Uhr
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Spotify will mehr Daten über Nutzer sammeln – und verkaufen

Spotify (App Store Link) hat neue AGB in Kraft gesetzt. Diese räumen dem schwedischen Marktführer in Sachen Musikstreaming weiter reichende Rechte an den Daten der Anwender ein, als das bisher der Fall war. Anwender müssen, um den Dienst weiterhin nutzen zu können, bis zum 18. September zustimmen. Tun sie das und nutzen sie einen kostenlosen Account, könnte der neue Ansprechpartner, Spotify AB in Stockholm, die Daten an Werbepartner weitergeben und damit den einen oder anderen Extra-Euro an den kostenlosen Hörern verdienen wollen.

Obwohl ein Sprecher des Unternehmens betont, dass es für Werbepartner strenge Regeln geben soll, was die Auswertung der Nutzerdaten angeht, bleibt (zumindest bei uns) ein fader Beigeschmack.

„Alle Werbepartner mit denen wir zusammenarbeiten, haben einen Vertrag unterschrieben, der die Nutzung der Spotify-Daten reguliert“ – Spotify-Sprecher

Dieser Vorgang bringt einmal mehr in Erinnerung, dass bei Apple nicht die Daten der Kunden das Produkt sind, sondern der iPhone-Hersteller ein Hardware-Produzent ist. Tim Cook betont in letzter Zeit häufig, dass konkurrierende Firmen die Anwender als Produkt sehen. Cupertino hätte es demgegenüber nicht nötig, Daten seiner Anwender zu verkaufen, weil mit der Hardware genug verdient sei. Sogar Edward Snowden hat die Politik Apples in Sachen Datenschutz und Privatsphäre bereits gelobt.