Sven 08.08.2015 10:35 Uhr
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Fingerabdrucksensoren: Apple „recht sicher“, Android fällt durch

Auf der Hackerkonferenz „Black“, die derzeit in Las Vegas stattfindet, haben Forscher die Fingerabdrucksensoren gängiger Smartphones auf Sicherheit getestet. Die Ergebnisse sind durchaus durchwachsen, denn den findigen Programmierern ist es gelungen die Fingerabdrücke von einigen Smartphone-Modellen zu stehlen. Unter den anfälligen Geräten befindet sich auch das populäre Galaxy S5 von Samsung. Besonders bedrohlich ist der Sachverhalt, wenn man im Hinterkopf behält, dass der eigene Fingerabdruck an vielen Stellen und vermehrt genutzt wird. Beispielsweise benötigt man ihn, wenn man in die USA einreisen möchte.

Dem Fingerabdrucksensor Touch ID stellen die Sicherheitsexperten eine verhältnismäßig gute Note aus, „recht sicher“ seien die iPhones, was die Möglichkeiten zum Identitätenklau angeht. Denn auch wenn ein Angreifer Touch ID überlistet, kommt er nicht an die biometrischen Daten im iPhone heran. Diese sind durch einen zusätzlichen Schlüssel gesichert. Einem Bericht von Spiegel Online zufolge seien weltweit mehrere hundert Millionen Smartphones gefährdet, die einen Fingerprint-Sensor verbaut haben. Solange Google nicht die nächste Android-Version, Codename M, an die Hardware-Hersteller verteilt, wird sich an der bedrohlichen Situation nichts ändern. Mit dem kommenden Update hat Google versprochen, eine Infrastruktur für solche Scanner auszuliefern.

Die Forscher Yulong Shang und Tao Wei von der IT-Sicherheitsfirma Fireye wiesen bei der Gelegenheit eindringlich darauf hin, dass es keine gute Idee sei, die Sicherheitsmechanismen der Smartphones, egal ob Android oder iOS, zu kompromittieren. Von Jailbreaks oder dem sogenannten rooten eines Android-Gerätes sollten sicherheitsbewusste Anwender Abstand nehmen. Denn diese Techniken erleichterten Datendieben unter Umständen den Diebstahl der wertvollen biometrischen Daten.