Sven 17.07.2015 11:30 Uhr
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eSIM: Apple und Samsung forcieren programmierbare SIM-Karte

Die Apple SIM fürs iPhone ist es noch nicht, aber Samsung und Apple treiben eine Initiative voran, die programmierbare SIM-Karten in Smartphones etablieren möchte. Die so genannten eSIM (embedded SIM) können per Funk umprogrammiert werden. Ein Tausch der Karte ist also nicht mehr notwendig, wenn man den Provider wechselt. Die Netzbetreiber stehen der Initiative offenbar positiv gegenüber, sparen sie sich doch die Kosten für die SIM-Karten-Hardware und Tausch bei Modellwechseln. Mit einem Funkmodul ließe sich die SIM-Karte im Smartphone des Neukunden ganz einfach aktivieren und auf einen neuen Anbieter einstellen. Zu den Unterstützern der eSIM zählen unter anderem Vodafone, die Deutsche Telekom und der spanische Konzern Telefónica, dem O2 und e-Plus gehören.

Der Branchenverband GSMA, der die Neuerung durchsetzen möchte, hofft auf die weitere Unterstützung seitens Apple. Das sollte jedoch kein größeres Problem darstellen: der iPhone-Hersteller bietet eine ähnliche Technik bereits an. Kunden, die ein iPad mit Funkmodul kaufen, können den Netzbetreiber frei aussuchen und schnell wechseln. Die Apple-SIM ermöglicht den Providerwechsel ohne Tausch der SIM-Karte. In den iPads ist nämlich überhaupt keine SIM-Karte mehr vorhanden.

Die technischen Spezifikationen für die eSIM müssen noch final abgestimmt werden, dann steht einem Marktstart kaum noch etwas im Wege. Ein zusätzlicher Nutzen – neben der höheren Flexibilität für Kunden – ist, dass iPhones noch ein Stückchen flacher gebaut werden könnten. Mit der SIM-Karte entfällt ein weiteres Bauteil, das wertvollen Platz im iPhone beansprucht.