Sven 03.07.2015 8:38 Uhr
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Shitstorm: Apple Music versieht eigene Musik mit DRM

Ärger um den am Dienstag gestarteten Musikstreaming-Dienst Apple Music. Der in den ersten drei Monaten kostenlose Service hat unter Umständen den Effekt, dass legal erworbene und manuell in iTunes importierte Musik mit digitalem Rechtemanagement versehen wird. Passieren kann das, wenn man statt des schon vorher verfügbaren iTunes Match auf den identisch funktionierenden Dienst von Apple Music, iCloud Music Library, schwenkt. Dieser bietet die gleiche Funktionalität und hält die iTunes Library auf allen angeschlossenen Geräten synchron.

Einen Haken hat die Sache aber: Löscht der Anwender eine Originaldatei und besorgt sich diese frisch aus der Cloud, dann wird diese Datei mit Apples DRM versehen. Kündigt man den Apple Music Dienst, dann ist kein Zugriff auf diese Datei mehr möglich, obwohl man sie legal von einer eigenen CD gerippt, in iTunes importiert und von dort aus in die Cloud ausgelagert hat. Dagegen laufen die Anwender gerade Sturm, denn dieses Vorgehen kann eine Menge Ärger einbringen, wenn man Apples Musikdienst den Rücken kehrt.

Löscht man die Original-Dateien nicht auf dem heimischen Mac oder PC, dann ändert Apple Music natürlich nichts an den Files. Diese werden selbstverständlich auch nicht mit einem DRM-Flag versehen. Warum Apple dieses Vorgehen gewählt hat, ist unklar. Möglicherweise handelt es sich schlicht um einen Programmierfehler, oder es war tatsächlich eine Konzession an die Rechteinhaber. Ein Statement von Apple steht noch aus.

(Quelle: cultofmac.com)