Sven 06.05.2015 7:45 Uhr
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Behindert Apple die Streaming-Konkurrenz?

Dass Apple plant, in den Markt für Musikstreaming einzusteigen, ist mittlerweile ein eher offenes Geheimnis. Zur WWDC, die in der zweiten Juniwoche stattfindet, könnte der neue Dienst starten. Doch vor das Streaming haben die Götter die Verträge mit den Musiklabels gesetzt. Und diese werden aktuell verhandelt. Dabei soll Apple nicht  sonderlich zimperlich vorgehen und Klauseln verhandeln wollen, die die Konkurrenz im Streaming-Business benachteiligt. Apple könnte so seine Marktstellung in Sachen Musikverkäufe nutzen, um sich einen unberechtigten Vorteil vor Spotify, Pandora und Co. zu verschaffen.

Die Handels-Aufsichtsbehörde (Federal Trade Commission, FTC) hat sich mittlerweile mit den Geschäftspraktiken der Kalifornier beschäftigt. Das berichtet unter anderem 9to5mac.com unter Berufung auf den Nachrichtendienst Bloomberg. Zentraler Punkt bei der gerade erst angelaufenen Untersuchung: Exklusivinhalte einzelner Künstler, die anderen Streamingdiensten nicht zur Verfügung stünden. Ein Repräsentant aus der Musikindustrie hat jedoch im Internview ausdrücklich bestätigt, dass es seines Wissens nach von Apple keinerlei solche Bestrebungen gibt. Wer Apple bei der FTC gemeldet hat, ist ebenso unklar.

Preislich versucht Apple, den neuen Service bei ungefähr 5 US-Dollar pro Monat anzusiedeln, doch die Musiklabels wollen sich auf diesen Preis nicht einlassen. Ebenso haben einige Studios verweigert, Lizenzzahlungen zu akzeptieren, die einen Monatspreis von rund 8 Dollar ermöglicht hätten. Es ist also davon auszugehen, dass auch der iPhone-Hersteller rund 10 Dollar/Euro im Monat für das Streamen von Musik verlangen wird.