Sven 27.04.2015 10:31 Uhr
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Sabotiert Apple wissentlich die Musik-Streaming-Konkurrenz?

Es ist nur ein Gerücht, enthält aber gewissen Zündstoff. Dem Vernehmen nach soll Apple bei der Konkurrenz in Sachen Musikstreaming besonders behäbig agieren, was App-Updates angeht. Konkret soll das die Tidal-App des gleichnamigen Anbieters betreffen. Der Streaming-Service, der vor rund vier Wochen gestartet wurde und dessen Inhaber der Rapper Jay-Z ist, soll Verzögerungen im Freigabeprozess erfahren haben, die nicht schlüssig zu erklären sind. Daraus resultiert eine schlechtete Platzierung in den App Store Charts. Aktuell rangiert Tidal (App Store Link) dort nur ungefähr auf Rang 700. Popularität sieht anders aus. Doch nicht nur die schlechte und langsame Zulassung von Updates wird kritisiert.

Wie eine Quelle der New York Post zu berichten weiß, hat Vice President von iTunes Content, Robert Kondrk, gegenüber Vertretern von Universal erwähnt, dass Künstler, die exklusiv bei Tidal veröffentlichen, nicht mehr in iTunes gefeatured würden. Ein Feature im weltgrößten Online-Laden für Downloadmusik garantiert zusätzliche Popularität und Plattenverkäufe. Als Beispiel für eine solche Apple-Maßnahme gegen einen Künstler soll das aktuelle Album von Rihanna, „American Oxygen“, darstellen. Wer das Album bei iTunes kaufen wollte, der war mit Problemen beim Kauf und zerstörten Files konfroniert. Ob das nun wirklich böse Absicht oder ein unglücklicher Zufall ist, sei dahingestellt. Ein Apple Sprecher bezeichnete die Gerüchte als „unwahr“. Rihanna allerdings ist genau einer der Künstler, die ihre Musik exklusiv bei Tidal streamen lassen.

Denn die Musiker sollen bei Jay-Z’s Service deutlich fairer entlohnt werden, als bei der Konkurrenz. Der HipHop-Künstler und Service-Eigner zeigt sich mit der Entwicklung seines neuesten Projektes allerdings zufrieden. „Es läuft gut“, kommentiert der Musiker, es seien bereits 770.000 Abos abgeschlossen worden. Spotify beispielsweise sei auch nicht über Nacht zu Erfolg gelangt. Wie schnell der Streaming-Service des kritisierten iPhone-Herstellers Apple Fuß fassen wird, ist ebenfalls offen.