TIPP: Das iPhone 8 für weniger als 5 €
Sven 16.04.2015 6:34 Uhr
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Entscheidung in letzter Minute – Apple vergibt A9-Produktion zu Teilen an TSMC

Entscheidung in letzter Minute - Apple vergibt A9-Produktion zu Teilen an TSMCWie appleinsider.com unter Berufung auf einen exzellent vernetzten Analysten von KGI Securities berichtet, hat Apple gestern eine ungewöhnliche Aktion in letzter Minute durchgeboxt. Finanz-Analyst Ming-Chi Kuo hat über seine Verbindungen zur Lieferkette in Asien herausgefunden, dass Apple gestern in einer elfstündigen Telefonkonferenz einen Teil seiner Prozessorfertigung für die kommende iPhone-Generation an den Zuliefer-Partner TSMC vergibt. Damit sichert Apple sich gegen Lieferrisiken ab, die sich speziell bei einem anderen Hersteller deutlich abzeichneten. Zulieferer GlobalFoundries hat für den vermutlich „A9“ genannten Prozessor des iPhone 6S zuletzt nur rund 30% Ausbeute erreicht.

Eine solch schlechte Ausbeute ist in einem Chip-Fertigungsprozess eigentlich nicht hinnehmbar und wird von Analyst Kuo dann auch als „unzureichend für die Massenpoduktion“ beschrieben. Denn schließlich wirft der Hersteller 70 Prozent seiner Produktion weg. Der Ausschuss sollte jedoch bei maximal 50 Prozent liegen. Es gibt aber noch mehr Fakten, die das Telefonat mit TSMC forcierten. Samsung, größter Apple-Zulieferer, fertigt für seine eigenen Smartphones selbst im 14 Nanometer Prozess. Die gute Nachfrage nach den Handys der Koreaner hat Apple glaube lassen, dass möglicherweise zuwenig Zulieferer-Ressourcen für das eigene iPhone übrig blieben könnten. Samsung hätte in diesem Fall für Lieferverzögerungen sorgen können.

Unter dem Strich ist die Entscheidung für TSMC nicht nur für die asiatische Firma selber eine gute Nachricht: Denn ohne Chip gibt’s weniger neue iPhones – die Liefersituation wäre also noch angespannter als sie es nach der Vorstellung eines neuen iPhone 6S und iPhone 6S Plus im Herbst ohnehin schon werden wird.