Sven 15.04.2015 7:17 Uhr
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Apple kündigt ResearchKit offiziell an

ResearchKit LogoIn einer Pressemitteilung hat der iPhone-Hersteller Apple gestern ResearchKit offiziell freigegeben. Bei ResearchKit handelt es sich nicht um eine einzelne App, sondern vielmehr um ein Framework, dass es Medizinern und Forschern aus anderen Fachbereichen ermöglichen soll, anonymisierte Daten von iPhone-Nutzern für Feldstudien und dergleichen zu erhalten. Dazu können diese sehr einfach auf Basis von Open Source Software iPhone-Apps zur Datensammlung- und übermittlung erstellen. Laut Pressemeldung wurden die ersten mit ResearchKit erstellten Anwendungen aus dem Bereich Brustkrebsforschung, Parkinson, Asthma und Diabetes bereits von über 60.000 Freiwilligen heruntergeladen und installiert. Der Zuspruch ist also groß.

ResearchKit PräsentationSehr unkompliziert ein Teil einer landesweiten Studie zu werden, das ist für beide Seiten wichtig. Denn so viele Probanden bekommen die Forscher meist nicht zusammen. Schließlich sind Forschungsgelder – je nach Fachgebiet – knapp und richtiges Marketing kann man für eine Studie auch kaum betreiben. Schließlich bedeutet die Teilnahme an einem Forschungsprojekt Aufwand. Diesen können Forscher an Universitäten und anderen Einrichtungen nun deutlich verringern. Per iPhone App an einer Feldstudie mitzuwirken ist eben deutlich einfacher als Fragebögen auszufüllen. Zumal bei den erwähnten Fragebögen schonmal gerne geschummelt wird, wenn es beispielsweise um Ernährung und Bewegung geht. Die Daten aus dem iPhone sind dagegen weit präziser.

Bereits auf Apples letzter Pressekonferenz hatte Tim Cook ResearchKit vorgestellt. Derzeit sind in Deutschland noch keine ResearchKit-Apps verfügbar. Doch das dürfte sich nach der offiziellen Freigabe durch Apple schnell ändern.