Sven 12.03.2015 20:19 Uhr
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ResearchKit: Klinische Studien in iOS

ResearchKit: Klinische Studien in iOSEine der Neuerungen, die bei Apples Medienevent „Spring forward“ nicht so umjubelt wurden, wie beispielsweise die Apple Watch, das vergünstigte Apple TV und die neuen Macs, war ResearchKit. Die Programmierschnittstelle bietet eine einfache Möglichkeit für forschende Einrichtungen, Testpersonen an klinischen und anderen Studien teilnehmen zu lassen. Die Sensoren des iPhone liefern dabei die Messdaten für allerlei aufschlussreiche Tests. Die Teilnehmer an einer Studie können diese für Forschungszwecke freigeben. Da Apple diese Schnittstelle unter die Open Source Lizenz stellt, darf jede Einrichtung an ResearchKit Anpassungen im Rahmen einer eigenen Studie machen.

ResearchKit MotivationWie viele Menschen ResearchKit motivieren würde, an einer klinischen Studie teilzunehmen, konnte man im Vorfeld kaum abschätzen. Offenbar ist die Vorstellung, einfach und unkompliziert Daten für Forschungen zu teilen, attraktiver als mancher sich das hätte vorstellen mögen. So konnte die Stanford University sich über die Teilnahme von 11.000 Menschen an einer Studie zur Herzgesundheit freuen. Innerhalb von 24 Stunden hatte sich diese unglaubliche Zahl an Freiwilligen für die Studie registriert. Das berichtet 9to5mac.com unter Berufung auf Bloomberg.

“To get 10,000 people enrolled in a medical study normally, it would take a year and 50 medical centers around the country,”

„Um 10.000 Menschen für eine klinische Studie zu gewinnen, brauchte es in der Vergangenheit 50 Klinikstandorte, die ein Jahr lang akquirierten.“

– Alan Yeung, Medizinischer Leiter der Abteilung für Herz-Kreislauf-Krankheiten an der Stanford University

iPhone SensorenDas Besondere an ResearchKit ist, dass die Studienorganisatoren sich nicht mehr nur darauf verlassen müssen, was die Studienteilnehmer behaupten zu tun. Vielmehr können sie die Realität dank der vielen iPhone-Sensoren selber ablesen. Völlig objektiv und unverzerrt.

Einen Aspekt allerdings kann ResearchKit nicht ausblenden: iPhone-Nutzer sind in der Regel gebildeter und pflegen einen anderen Lebensstil als durchschnittliche Android-Nutzer. Deswegen sind die ermittelten Zahlen nicht repräsentativ. Eine Tendenz drücken sie aber immerhin aus.