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Vero-App fürs iPhone – Was kann das neue soziale Netzwerk?

Tut sich etwa ein neuer Social Media-Stern am Horizont auf? Nach einer Dekade mit Facebook, Instagram & Co. sorgt derzeit das soziale Netzwerk Vero mit einer ganz eigenen Philosophie für Aufsehen. Was ist dran an dem Mega-Hype um die neue Plattform und was bietet sie, was die etablierte Konkurrenz nicht hat? Wir haben uns die Vero-App genauer angeschaut und zeigen euch die wichtigsten Features.

Zeit für Veränderung im Social Media Kosmos – zumindest lässt die Hysterie um das (nicht mehr ganz so) neue soziale Netzwerk Vero darauf schließen. Bereits in 2016 ins Leben gerufen, will Vero (italienisch für „real“) den als Datenkraken verschrienen Netzwerken Facebook und Instagram den Kampf ansagen. Dafür geht die Plattform einen völlig anderen Weg als die etablierten sozialen Medien, denn hier steht der Datenschutz sowie der Verzicht auf Algorithmen und Werbung an oberster Stelle. Das Ergebnis: chronologische und werbefreie Feeds sowie mehr Kontrolle durch die User selbst – so zumindest die Theorie.

Was kann Vero?

Die iOS Vero-App könnt ihr derzeit noch kostenlos im App Store auf euer iPhone herunterladen. Gehört ihr zu den ersten Million Anmeldern dürft ihr den Account auch dauerhaft gratis nutzen. Was sich die Plattform das Fehlen von Werbeeinblendungen und Clips in Zukunft kosten lässt, ist jedoch noch unklar.

Habt ihr die App erstmal auf eurem iPhone installiert, geht es los mit einem Schnelldurchlauf durch die wichtigsten App-Features. Anschließend müsst ihr euch mit eurem vollen Namen, einer E-Mail-Adresse, einem Passwort sowie eurer Telefonnummer registrieren. Per SMS erhaltet ihr dann einen Code, den ihr zur Bestätigung eingeben müsst. Optional könnt ihr ein Foto und eine kleine Biografie zu eurem Profil hinzufügen und Freunde finden, die ebenfalls Vero nutzen.

Also was macht Vero jetzt eigentlich so besonders? Auch hier könnt ihr Bilder und Videos teilen, Posts liken und kommentieren, anderen Nutzern folgen und sogar eine Chat-Funktion à la WhatsApp ist mit an Bord. Wenn es ans Posten geht, könnt ihr auswählen, ob ihr bestimmte Filme, Musik, Bücher, Fotos, Links oder den eigenen Standort teilen wollt. So könnt ihr einen Film, den ihr zuletzt gesehen habt, einen Lieblingssong oder einen spannenden Link, den ihr entdeckt habt, empfehlen und kommentieren. Die Inhalte findet ihr schnell über die integrierte Suchfunktion.

Die jeweiligen Posts erscheinen dann chronologisch in eurem Feed. Die Funktion motiviert dazu, Inhalte, die euch begeistern (oder auch nicht begeistern) zu teilen und darauf aufmerksam zu machen. Umgekehrt seht ihr natürlich auch, was eure Freunde beschäftigt und was diese empfehlen.

Eure Follower könnt ihr wie bei Facebook vier Kategorien zuordnen und so bestimmen, wer welchen Post sehen darf. Zur Auswahl stehen enge Freunde, Freunde, Bekannte oder normale Follower, mit denen ihr Posts teilen könnt. Ihr habt also die volle Kontrolle darüber, welche Kontaktgruppe, was sehen soll.

Nennenswert ist auch der „Collections“-Tab, in dem alle Fotos, Filme, Bücher, Songs etc. gesammelt werden, die eure Kontakte mit euch teilen – und natürlich auch die Inhalte, die ihr selbst geteilt habt. Bei Facebook und Twitter bestimmen Algorithmen darüber, welche Posts ihr in eurem Feed seht. Bei Vero werden laut eigener Aussage keine Daten gesammelt und auch keine Algorithmen ausgespielt, sodass sämtliche Posts in chronologischer Reihenfolge im Feed erscheinen – ohne von Werbung unterbrochen zu werden.

Praktisch: Über die Chat-Funktion tauscht ihr Nachrichten aus, wie bei den bekannten Messaging-Apps auch.

Fazit – Mehr als nur Hype?

Insgesamt ist die App übersichtlich aufgebaut und leicht zu bedienen. In wenigen Minuten ist man „drin“ und kann z. B. anderen Usern und Künstlern folgen und Inhalte, die einen bewegen, mit Freunden und Followern teilen. Ob das alles jedoch ausreicht, um Facebook & Co. vom Thron zu stürzen, bleibt abzuwarten. Derzeit hat Vero noch mit den Konsequenzen des hohen Nutzeransturms zu kämpfen. So berichten viele Neu-User über Fehlermeldungen und Abstürze in der App. Was nach dem medialen Hype um Vero übrig bleibt, ist letztendlich unklar. Die App rückt jedoch den sozialen Aspekt und vor allem das Teilen von Inhalten wieder stärker in den Vordergrund, was bei der Konkurrenz zuletzt ein Stück weit in den Hintergrund getreten ist. Das könnte bei der Social Media-Nutzerschaft schon bald auf breiten Zuspruch stoßen. Wir empfehlen das Ganze einmal selbst auszuprobieren und einen Account zu erstellen, solange dieser noch kostenlos ist, denn die App macht definitiv Spaß.

Vero - True Social
Preis: Kostenlos