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Sven Apps von

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Threema App im Test – Vertrauensvolle Kommunikation

App-Logo des Messengers

Die Messenger App Threema war einer der großen Gewinner der Übernahme von WhatsApp durch Facebook. Scharenweise liefen die Anwender vom Messenger-Primus zur sicheren und verschlüsselten Alternative Threema über. Hintergrund war und ist das latente Misstrauen, das die Anwender dem kalifornischen Social-Network-Gigant Facebook immer noch entgegenbringen. Mit seiner zweifelhaften Haltung gegenüber persönlicher Daten kann man den Nutzern wohl auch keinen Vorwurf daraus machen. Die Gunst der Stunde nutzte das schweizerische Unternehmen Threema GmbH.  Das Konzept eines per se „sicheren“ und vertrauenswürdigen Messengers traf den Nerv von Millionen Anbietern. wir wollen sehen, was aus dem einstigen Shooting-Star geworden ist.

Sicherheit kann doch einfach sein

Bis Threema auf der Landkarte erschien, war sichere Kommunikation ein Anliegen von Nerds und Paranoikern. Mit dem einfachen Setup der App konnte nun aber jeder Normalanwender seine eigenen Konversationen privat halten. Das Verfahren (so komplex es auch im Hintergrund ist), ist einfach beschrieben: Zunächst wird ein privater Schlüssel erzeugt, der später für die End-to-End-Kommunikation genutzt wird. Anschließend generiert die App einen öffentlichen Schlüssel, der für eine erste Kontaktaufnahme nötig ist. Nur, wenn das richtige Schlüsselpaar ausgetauscht wurde, kann eine abhörsichere Kommunikation gewährleistet sein. Was sich kompliziert anhört, funktioniert weitgehend hinter den Kulissen. Der Anwender muss nur die folgenden Schritte durchführen:

  1. Threema herunterladen und starten
  2. Finger über den Bildschirm wischen um einen eindeutigen Schlüssel zu erzeugen
  3. Telefonummer mit dem Schlüssel verknüpfen (optional)
  4. E-Mail-Adresse mit dem Schlüssel verknüpfen (optional)
  5. Nickname ändern.

Fertig ist die Einrichtung. Des Krypto-Messengers. Schritt 2 und 3 erleichtern es anderen, den eigenen Account zu finden, wenn Nummer oder E-Mail-Adresse bekannt sind. In unserer Fotogalerie haben wir den Setup-Prozess in Fotos festgehalten:

Die erste Konversation

Um nun eine neue Unterhaltung zu starten, genügt es eigentlich, eine neue Nachricht an einen Kontakt im eigenen Adressbuch zu verfassen. Doch ist der Empfänger der Nachricht auch wirklich der, der er vorgibt zu sein? Für diese Frage hat Threema eine Lösung: Fotografiert man die ID (dargestellt als 2D-Barcode) des zukünftigen Gesprächspartners mit der iPhone-Kamera ab, dann stuft Threema diesen als „verifiziert“ ein. Drei grüne Punkte signalisieren diesen höchsten Grad an Sicherheit. findet Threema die fremde E-Mail-Adresse oder Telefonnummer im eigenen Adressbuch, dann gibt es zwei Punkte. Einen völlig fremden Kontakt stuft das System als „unsicher“ ein. Klar, denn man kennt sich aus Sicht der App überhaupt noch nicht.

Und sonst so?

Sicherheit ist das zentrale Thema in Threema. Dennoch ist es auch ein leistungsfähiger, einfach zu handhabender Messenger. Alle Bedienelemente sind dort, wo man es von anderen Programmen gewohnt ist. Die Oberfläche ist nicht übertrieben oder kompliziert, sondern hält sich an das iOS 7-Design.

  • der eigene Standort
  • Bilder und Videos
  • Sprachnachrichten
  • Gruppenchats

Alle das ist in Sekundenschnelle eingerichtet und verschickt. Es bleibt das gute Gefühl, dass keiner mithören kann, weder Behörden noch der Betreiber der Plattform. Denn die Unterhaltungen werden nicht auf den Rechnern des schweizerischen Anbieters gespeichert. Sie finden generell nur verschlüsselt direkt zwischen den Geräten statt. Der Messenger-Betreiber sorgt mit seiner Infrastruktur nur für die Vermittlung der beiden Endgeräte.

Fazit – „Last Krypto-Messenger Standing“

Auch wenn der Hype mittlerweile deutlich abgeebbt ist: Threema ist ein erstklassiger Messenger. Ungeachtet der wirksamen Verschlüsselung funktioniert die App einwandfrei. Die Entwickler arbeiten kontinuierlich an Verbesserungen. Aktualisierungen werden ständig in den App Store gestellt. Neben all den Krypto-Messengern, die sich nach der Facebook-Übernahme als Alternativen präsentiert haben, bleibt eigentlich nur Threema als ernsthafte Alternative mit einer breiten Nutzerbasis übrig. Denn ohne seine Freunde macht auch der sicherste Messenger keinen Spaß. Threema ist eine klare Empfehlung der Redaktion.

 

Threema
Preis: 3,49 €