Warn-Apps fürs iPhone – Diese Apps schlagen Alarm bei Hochwasser & Co.

Warn-Apps LogoNicht erst seit den jüngsten Unwettern, die hierzulande und grenzübergreifend zahlreiche Menschenleben forderten, sind Warn-Apps fürs Smartphones in aller Munde. Diese schicken euch bei drohender Gefahr eine Warnung aufs iPhone, sodass ihr euch rechtzeitig in Sicherheit bringen könnt. Die beliebtesten Anwendungen wollen wir euch hier einmal kurz vorstellen und verraten auch, was ihr trotz aller guten Absichten bei der Nutzung einer Warn-App beachten müsst.

NINA-App

Von der NINA-App sollte eigentlich jeder im Zusammenhang mit Warn-Apps zumindest schon einmal gehört haben. Die offizielle Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, dessen Herausgabe dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) obliegt, schickt euch zeitnah Warnungen über Unwetter, Katastrophen und Gefahrensituationen direkt aufs iPhone und kann kostenlos im App Store heruntergeladen werden.

‎NINA
Preis: Kostenlos

Um Gefahrenmeldungen zu eurem Aufenthaltsort zu erhalten, könnt ihr einfach den Ort oder eine Region in der App abonnieren. Wenn euer Warngebiet dann z. B. von einer extremen Wetterlage betroffen ist, werdet ihr per Push-Mitteilung darüber benachrichtigt und erhaltet konkrete Verhaltenstipps für den Notfall. Das setzt zwingend eine Datenverbindung über das Mobilfunknetz oder WLAN voraus. Für Warnungen zu eurem aktuellen Aufenthaltsort muss zudem der Standortzugriff via GPS aktiviert sein. Die Standortdaten werden laut Aussage des BBK nur auf dem Gerät verarbeitet und nicht an die Behörde weitergeleitet.

Ort hinzufügen in der Nina-App

In der Kartenansicht könnt ihr euch wahlweise aktuelle Warnungen zu den Kategorien „Bevölkerungsschutz“, „Wetter“ und „Hochwasser“ anzeigen lassen. Anhand der farblichen Markierung (Orange, Rot und Dunkelrot) seht ihr, um welche Warnstufe es sich handelt und wie ernst die Lage ist.

Kartenansicht in der NINA-App

Für die Gefahreninformationen zeichnet das Warnsystem des Bundes (MoWaS) verantwortlich, das von den Leitstellen auf Landes- bzw. kommunaler Ebene angezapft wird. Die Wetterwarnungen speisen sich aus den Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und stammen damit ebenfalls von offizieller Stelle. Neben den Meldungen zur Wetterlage, liefert die App auch Warnungen bei drohendem Hochwasser und informiert bei Gefahren für die Bevölkerung durch Brände und Gefahrenstoffausbreitung. Aus aktuellem Anlass informiert die NINA-App auch rund ums Corona-Virus und warnt bei erhöhter Infektionsgefahr in bestimmten Regionen.

KATWARN-App

Wo es um NINA geht, ist auch KATWARN nicht weit. Die App der öffentlichen Versicherer, für deren Entwicklung das Fraunhofer Institut verantwortlich zeichnet, hat sich ebenfalls der Übermittlung von Gefahren- und Katastrophenwarnungen verschrieben und versorgt euch mit standortbasierten Meldungen per Push-Mitteilung direkt aufs iPhone. Das setzt natürlich wie immer auch eine aktive Internetverbindung via Mobilfunk oder WLAN voraus. Ein Empfang per E-Mail oder SMS ist jedoch optional auch möglich. Die App steht zum kostenlosen Download im App Store bereit.

‎KATWARN
Preis: Kostenlos

Die Warnhinweise, die z. B. Brände, Unwetter, Hochwasser und etwaige Gefahrensituationen für die Bevölkerung umfassen, stammen auch hier von autorisierten Behörden und Sicherheitsorganisationen. Die App greift unter anderem auf die Hinweise des Deutschen Wetterdienstes, des Katastrophenschutzes sowie der Leitstellen der Feuerwehr zurück und ist ebenfalls ans Warnsystem des Bundes (MoWaS) gekoppelt.

Menü und Kartenansicht in der KATWARN-App

Euren Aufenthaltsort, für den ihr die Warnmeldungen erhalten wollt, gebt ihr manuell in der App ein oder nutzt dazu die Standortfunktion. Die App verzichtet auf die energiehungrige Ortung via GPS und setzt auf eine Akku-freundlichere Standortbestimmung über Basisstationen und WLAN-Zugangspunkte. Zudem werden laut eigenem Bekunden keine personenbezogenen Daten erfasst und kein Bewegungsprofil erstellt. Mit an Bord ist auch hier eine Kartenansicht, die einen Überblick über das jeweilige Warngebiet ermöglicht und Warnstufe sowie konkrete Handlungsempfehlungen im Notfall anzeigt.

DWD WarnWetter-App

Wer nur über extreme Wetterbedingungen gewarnt werden möchte, kann sich die WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes aufs iPhone holen und erhält die amtlichen Warnhinweise per Push-Mitteilung direkt aus erster Hand – Internetverbinung via Mobilfunk oder WLAN vorausgesetzt. Die App informiert euch dann zeitnah über Unwetterereignisse und Naturgefahren wie etwa Hochwasser, Sturmflut und Lawinen an den von euch festgelegten Standorten. Wollt ihr auch Warnungen für euren aktuellen Aufenthaltsort erhalten, müsst ihr der App den Standortzugriff erlauben. Eine Kartenansicht gibt wie immer Aufschluss über die aktuelle Warnlage für die ausgewählte Region.

‎DWD WarnWetter
Preis: Kostenlos+
  • ‎DWD WarnWetter Screenshot
  • ‎DWD WarnWetter Screenshot
  • ‎DWD WarnWetter Screenshot
  • ‎DWD WarnWetter Screenshot
  • ‎DWD WarnWetter Screenshot
  • ‎DWD WarnWetter Screenshot
  • ‎DWD WarnWetter Screenshot
  • ‎DWD WarnWetter Screenshot
  • ‎DWD WarnWetter Screenshot
  • ‎DWD WarnWetter Screenshot

Die App kann gratis im App Store heruntergeladen werden und in der Free-Version kostenlos genutzt werden. Per In-App-Kauf (1,99 Euro) könnt ihr bei Bedarf auf die Vollversion upgraden, um z. B. auf aktuelle Wetterdaten und ortsbezogene Prognosen zugreifen zu können.

Nachteile von Warn-Apps

Warn-Apps wie NINA oder KATWARN haben eine entscheidende Schwachstelle: Um ihren Zweck zu erfüllen und die Nutzer rechtzeitig per Push-Nachricht zu warnen, setzen sie ein Smartphone und eine bestehende Datenverbindung voraus. Letztere kann im Katastrophenfall aufgrund von Schäden an der Stromversorgung oftmals nicht gewährleistet werden, sodass die Warnmeldung unter Umständen gar nicht auf den Handys der Betroffenen ankommt. Auch können Netze und Internetdienste in extremen Situationen überlastet sein und somit die Warn-Funktion der Apps behindern.

Funkmast

Abhilfe schaffen, könnte eine Technologie, die in vielen Ländern schon längst zum Standard in Sachen Katastrophenschutz gehört: das sogenannte Cell Broadcasting. Das System ermöglicht es, Warnhinweise per SMS und Rufnummern-unabhängig an alle in einer Funkzelle eingeloggten Mobilfunkgeräte zu schicken. Auf diese Weise könnten mit nur einer Nachricht auf einen Schlag fast alle betroffenen Menschen in einer Region erreicht werden, sogar jene ohne Smartphone mit Internet-Zugang. Der Cell Broadcast benötigt dabei keine einzelnen Telefonnummern, sodass die Privatsphäre der Nutzer gewahrt bleibt. Ein Vorteil ist auch, dass keine spezielle Warn-App mehr auf dem Smartphone installiert und konfiguriert werden muss. Die Einführung einer solchen Lösung soll nun durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe geprüft werden.

Als Nächstes: 12 iPhone-Tricks, die du bestimmt noch nicht alle kennst! 😲🤯 (Video)