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Christoph Tipps & Tricks von
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Bitcoins handeln am iPhone

Ein Thema, das derzeit nicht nur Börsenprofis beschäftigt, sondern dank üppiger Renditen auch Kleinanleger auf den Plan ruft, ist „Bitcoin“. Dabei handelt es sich um eine digitale Währung, mit der ihr nicht nur Waren im Internet bezahlen könnt, sondern auch wie an der Börse auf steigende Kurse spekulieren könnt. Da der Bitcoin-Markt aufgrund der hohen Nachfrage derzeit ordentlich in Bewegung ist, locken hohe Gewinnchancen viele Profi- und Hobby-Spekulanten in den Handel mit der „Kryptowährung“. Falls auch ihr das Risiko nicht scheut und etwas „Spielgeld“ übrig habt, erklären wir euch in dem folgenden Artikel was Bitcoin eigentlich ist, wie der Handel mit der Digitalwährung funktioniert und was ihr benötigt, um Bitcoins am iPhone zu handeln.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Bitcoin?

Bei Bitcoins handelt es sich zunächst um ein digitales Zahlungsmittel, mit dem ihr Waren oder Diensleistungen im Internet bezahlen könnt. Im Internet bezahlen? Das kennt ihr wahrscheinlich schon von Amazon oder PayPal – Bitcoins meinen allerdings etwas völlig anderes. Die Besonderheit: Bitcoins funktionieren als eigenständige Währung unabhängig von Zentralbanken, Regierungen und der Geldpolitik. Der Wert entsteht allein dadurch, dass viele Menschen die sogenannte „Kryptowährung“ als Zahlungsmittel akzeptieren. Einen materiellen Gegenwert in Form von Gold oder Geldreserven wie etwa bei einer staatlichen Zentralbank gibt es hier nicht. Da es sich dabei um digitales – also nicht physisch greifbares – Geld handelt, kann man es auch nicht anfassen wie echte Münzen oder Geldscheine. Neben Bitcoin als der bekanntesten Digitalwährung gibt es noch zahlreiche andere Bitcoin-Varianten wie etwa Bitcoin Cash, Litecoin oder Ethereum. Die Bezeichnung als Kryptowährung ist im Übrigen auf die dabei zum Einsatz kommende Verschlüsselung (Kryptographie) der Daten zurückzuführen – aber dazu gleich mehr.

Wie funktioniert Bitcoin?

Zugegeben: Es handelt sich in technischer Hinsicht um schwere Kost, die gerade für Laien nicht leicht zu verstehen ist. Daher beschränken wir uns im Folgenden auf die wesentlichen Fakten, die notwendig sind, um die Funktionsweise der Bitcoin-Technologie zu verstehen.

Da Bitcoins vollkommen auf die Einbeziehung von Banken und Regierungen verzichten, sind die einzigen Akteure im Bitcoin-Netzwerk die Menschen, die Bitcoins nutzen. Das Bitcoin-System kann man sich dabei als Computer-Netzwerk vorstellen, in dem Daten über ein digitales Transaktionsbuch – der sogenannten „Blockchain“ – ausgetauscht und ständig aktualisiert werden. Die Blockchain (Block-Kette) speichert euer Bitcoin-Guthaben und enthält alle Transaktionen, die jemals zwischen Bitcoin-Konten getätigt wurden. Die Überweisungen werden in verschlüsselten Datenblöcken gebündelt, wobei in regelmäßigen Abständen neue Blöcke die Blockchain ergänzen und diese dadurch immer länger wird. Dementsprechend umfasst dieses digitale Transaktionsbuch mittlerweile mehrere Gigabyte an Daten. Vereinfacht gesagt haben wir es hier mit einem dezentralen, digitalen Buchführungssystem zu tun.

(Bildquelle: Pixabay/Tumisu)

Wofür brauche ich eine Bitcoin Wallet?

Um Bitcoins aufbewahren sowie kaufen und verkaufen zu können, bedarf es lediglich einer sogenannten „Wallet“. Die digitale Geldbörse wird mithilfe einer mobilen App am iPhone oder auf eurem Rechner angelegt und speichert die Zugangsdaten („privater Schlüssel“), um auf eine Bitcoin-Adresse zugreifen zu können. Bei den Bitcoin-Adressen handelt es sich um Transaktionsnummern, die von der Wallet generiert werden und für die Übertragung der Bitcoins benötigt werden. Bei einer Überweisung wird der Wert der Coins dann von der bisherigen Adresse auf eine neue Bitcoin-Adresse transferiert.

Ein wichtiges Merkmal der Wallet ist der private Schlüssel, der Überweisungen vom eigenen Konto erst möglich macht – ähnlich einer PIN-Nummer, die man für den Zugriff auf ein herkömmliches Bankkonto benötigt. Sollte euch eure Wallet aufgrund eines System- oder Hardwarefehlers abhanden kommen, könnt ihr die digitale Geldbörse und damit euer Bitcoin-Guthaben mithilfe des Schlüssels wiederherstellen. Unerlässlich ist daher auch die sichere Aufbewahrung des Zugangsschlüssels zum Schutze des eigenen Bitcoin-Guthabens. Allerdings bieten nicht alle Bitcoin-Apps die Herausgabe des privaten Schlüssels an.

Bitcoins am iPhone kaufen & handeln

Im App Store findet ihr eine Reihe an Apps, mit denen ihr Bitcoins gegen echtes Geld – also Euro und US-Dollar – kaufen und wieder verkaufen, Kurse verfolgen und Bitcoin-Portfolios erstellen könnt.

Coinbase – Bitcoins handeln via iPhone-App

Eine der bekanntesten und beliebtesten Handelsplattformen für Kryptowährungen ist Coinbase. Die passende App dazu könnt ihr euch kostenlos im App Store auf euer iPhone herunterladen und nach nur wenigen Schritten gleich in den Handel mit dem Internetgeld einsteigen.

Nachdem ihr die Coinbase-App auf dem iPhone installiert habt, müsst ihr zunächst eine E-Mail-Adresse sowie eure Kontakt- und Identifikationsdaten angeben, um euren persönlichen Account zu erstellen. Bevor es losgehen kann, muss die Wallet zudem mit einem Bankkonto oder einer Kredit- bzw. Debitkarte verbunden werden. Letzteres setzt voraus, dass ihr vorab eure Identität bestätigt. In der Coinbase-App könnt ihr euren Ausweis, Führerschein oder Reisepass einfach mit der iPhone-Kamera abfotografieren und hochladen, um euch zu verifizieren.

Mit einem Tipp auf den „Preise“-Tab in der unteren Menüleiste werden euch die Bitcoin-Echtzeitkurse samt der zugehörigen Kurs-Charts angezeigt. Unterhalb der Charts könnt ihr die Zeitebenen (Tag, Woche, Monat, Jahr) für die Darstellung der Grafik entsprechend ändern – je nachdem welchen Zeithorizont ihr verfolgen und handeln wollt.

Im Reiter „Konten“ stehen euch verschiedene Bitcoin Wallets für das Handeln unterschiedlicher Digitalwährungen zur Verfügung. In Coinbase könnt ihr neben Bitcoins auch Bitcoin Cash, Ethereum sowie Litecoin handeln. Um Bitcoins kaufen oder verkaufen zu können, müsst ihr im Vorfeld Euros auf das Coinbase-Konto einzahlen. In der Konten-Ansicht unter der Schaltfläche „EUR Wallet“ könnt ihr beliebige Euro-Beträge einzahlen und abheben. Bitcoins kauft und verkauft ihr aus den jeweiligen Wallets heraus, in denen euch auch sämtliche Transaktionen angezeigt werden.

Hinter dem Reiter „Warnungen“ verbirgt sich die Möglichkeit, Preisalarme zu erzeugen – sogenannte Alerts – die euch darüber informieren, wenn der Bitcoin-Kurs euren Zielwert über- oder unterschreitet. So wisst ihr immer Bescheid, wann ihr einsteigen bzw. aussteigen solltet.

Blockfolio – Bitcoin-Portfolio erstellen und managen

Neben den geläufigsten Coins wie etwa Bitcoin, Litecoin oder Ethereum, die ihr via Coinbase handeln könnt, gibt es noch unzählige andere Digitialwährungen. Wenn ihr auch anderes Kryptogeld à la Ripple, Dash und Monero handeln wollt, braucht ihr eine App, in der ihr eure Coins aggregieren und verfolgen könnt. Einen guten Überblick über die Entwicklung eurer Bitcoins bietet die App Blockfolio. Wie auch Coinbase steht diese zum kostenlosen Download im App Store bereit.

Mit Blockfolio könnt ihr euch ein Bitcoin-Portfolio mit euren eigenen Werten anlegen und bleibt so bestens über die Entwicklung eurer Coins informiert. Im Dashboard der App seht ihr die eigens ausgewählten Kryptowährungen inklusive aktuellem Kurswert und dem prozentualen Gewinn bzw. Verlust. Weitere Bitcoins, die ihr handeln möchtet, könnt ihr über den „add coin“-Button ganz einfach zur Ansicht hinzufügen. Die Entwicklung eures Gesamt-Portfolios verfolgt ihr unter „My Portfolio“ live mit. Als Handelsplätze stehen euch unter anderem Bitcoin-Börsen wie Kraken, Poloniex oder BTC-Markets zur Verfügung.

Auch in Blockfolio informieren euch Preisalarme darüber, wenn ein bestimmter Kurswert unter- bzw. überschritten wurde, sodass ihr rechtzeitig auf Veränderungen reagieren könnt. Über den News-Tab könnt ihr euch zudem tagesaktuelle Meldungen rund ums Thema Kryptogeld einholen und bleibt so immer auf dem Neuesten Stand.

Bitte bedenkt, dass es sich beim Handel mit Bitcoins um ein risikoreiches Spekulationsgeschäft handelt. Aus diesem Grund solltet ihr nur mit Bitcoins handeln, wenn ihr die Materie wirklich verstanden habt. Verwendet dafür außderdem kein Geld, dass ihr für das tägliche Leben benötigt. Für etwaige finanzielle Verluste aus dem Handel mit Kryptowährungen übernimmt iPhone-Tricks.de keine Haftung. An dieser Stelle möchten wir euch noch darauf hinweisen, dass der Handel mit Kryptowährungen rechtlich nicht abschließend geklärt ist. Wenn ihr Bitcoins handelt, bewegt ihr euch derzeit in einer rechtlichen Grauzone.
vfde