Johanna Tipps & Tricks von

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iPhone-Tarifwechsel: Das sind die größten Fehler

So gut wie jeder iPhone-User nutzt einen Tarif für Anrufe, SMS und Internet, jedoch ist dieser oft zu teuer. Meist laufen Verträge mehrere Jahre und die gebotenen Leistungen stimmen nach einiger Zeit nicht mehr mit dem Preis überein. Ein neuer Tarif kann hier Abhilfe schaffen. Wir zeigen euch, worauf ihr beim Tarifwechsel achten müsst, damit ihr die größten Fehler vermeidet.

Inhaltsverzeichnis

Rechtzeitig kündigen

Das erste Problem bei einem Tarifwechsel ist meist die Kündigungsfrist. Haltet ihr diese nicht ein, wird der Vertrag automatisch verlängert. In der Regel können Einjahresverträge drei Monate vor Ablauf der Frist gekündigt werden. Christine Steffen von der Vebraucherschutzzentrale Nordrhein-Westfalen erklärt, dass es reicht die Kündigung per E-Mail zu schicken. Außerdem rät sie, gebuchte Leistungen wie Klingeltöne oder Streaming-Dienste abzumelden. Beim neuen Tarif solltet ihr darauf achten, dass dieser am besten monatlich kündbar ist, da ihr so gut auf Preisänderungen reagieren könnt.

Vertrag nicht im Laden abschließen

Die Kundenberatung lässt in vielen Mobilfunkgeschäften zu wünschen übrig, wie eine Studie der Stiftung Warentest zeigt. Oft werden Smartphone User zu einem Tarif überredet, der gar nicht zu ihnen passt. Ein weiteres Problem besteht darin, dass der Vertrag in der Regel nicht mit nach Hause genommen werden kann und es für den Kunden keine Bedenkzeit gibt. Wer im Laden unterschreibt, verliert außerdem meist sein Widerrufsrecht. Anders sieht es bei Verträgen aus, die am Telefon abgeschlossen wurden. Hier habt ihr 14 Tage Zeit, um es euch eventuell anders zu überlegen.

Tarife vergleichen

Verschiedene Seiten im Internet bieten die Möglichkeit, Tarife direkt zu vergleichen und das beste Angebot zu finden. Jedoch solltet ihr immer genau hinschauen, denn einige Websites kooperieren mit bestimmten Anbietern. Schneidet ein Tarif auf mehreren Vergleichsportalen gut ab, ist dies ein positives Zeichen. Eine weitere Falle sind Tarife, die für die ersten Monate günstig sind, danach aber teurer werden. Auch die Netzabdeckung spielt eine Rolle. So ist zum Beispiel 4G/LTE Netz nicht überall in Deutschland garantiert. Die Netzabdeckung könnt ihr beim Anbieter abfragen oder auf dessen Website nachlesen.

Passende Angebote finden

Wenn User ihre Gesprächszeit oder ihr Datenvolumen über längeren Zeitraum nicht ausnutzen, ist ein Tarifwechsel meist angebracht. Weniger Leistungen beim selben Anbieter zu buchen lohnt sich aber nicht immer. Oft muss eine Wechselgebühr bezahlt werden, wodurch sich ein Downgrade finanziell nicht lohnt. Hier zahlt es sich aus nachzurechnen, wie viel Geld ihr mit dem neuen Angebot im Monat sparen würdet, um dies mit den Umkosten zu vergleichen.

„Verbraucher sollten vor dem Wechsel darauf achten, welche Leistungen sie überhaupt nutzen“, rät Christine Steffen weiter. Wenn ihr hauptsächlich Messenger wie Whatsapp nutzt, braucht ihr keinen günstigen SMS Tarif, sondern mehr Datenvolumen. Der Monatspreis wird vor allem durch das Datenvolumen für mobiles Internet bestimmt. Das Angebot sollte immer zu euren Bedürfnissen passen. Überlegt euch selber, welche Funktionen ihr nutzt und welche ihr nicht benötigt.

Fazit

Der Smartphone-Tarifwechsel ist oft nicht einfach und es muss einiges beachtet werden. Leider ist auch in Mobilfunk-Läden die Beratung häufig nur mittelmäßig. Ihr solltet euch daher am besten selbst informieren. Durch ausreichende Recherche können überteuerte Tarife und Abzocke-Angebote vermieden werden. Nutzer sollten sich im Klaren sein, welche Leistungen sie benötigen und genau nachlesen, was im Vertrag festgelegt ist, dann steht dem neuen Tarif nichts im Weg.