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Apple File System (APFS): So funktioniert das neue Dateisystem

Seit iOS 10.3 dürfte manchen von euch aufgefallen sein, dass das iPhone deutlich schneller arbeitet und weniger Speicherplatz verwendet. Grund dafür ist das neue Apple File System (APFS). Das Dateisystem ist für die Dateiorganisation auf dem Speicher verantwortlich und löst das veraltete HFS+ ab. Bisher waren die Änderungen kaum spürbar – das ändert sich ab iOS 11.

Vorteile von APFS

HFS+ wurde vor mehr als 30 Jahren entwickelt, als die Daten noch auf HDDs und Disketten lagen. Für Apple wurde es Zeit für eine Anpassung. APFS ist flexibler und dynamischer als HFS+ und für die Verwendung von Flash-Speicher wie SSDs optimiert. Natürlich kann es auch mit herkömmlichen Festplatten genutzt werden. Der größte Vorteil des neuen Dateisystems ist seine schnelle und ressourcensparende Arbeitsweise. Speicherplatz kann man bekanntlich nie genug haben, deshalb geht APFS deutlich schonender mit dem vorhandenen Speicher um. Das neue System wird ab Ende 2017 für iOS, macOS, tvOS und watchOS zum neuen Standard.

iOS Dateien-App

Mit dem Update auf iOS 11 bringt Apple dank APFS den lang ersehnten Datei-Manager aufs iPhone. Ähnlich wie der Finder am Mac oder der Explorer unter Windows erlaubt die App erstmals einen schnellen Zugriff auf all eure Dateien. Bisher war das nicht möglich.

Die neue Dateien-App eignet sich nicht nur zur Anzeige eurer Daten, sondern hilft auch bei der effizienten Verwaltung. Ab iOS 11 kann man Dateien erstmals kopieren, duplizieren und bewegen. Möglich machen das die sogenannten „Klone„. Sie sind sofort verfügbare Kopien von Dateien oder Verzeichnissen, die keinen Speicherplatz benötigen. Beim Klonen wird der Verzeichniseintrag einer Datei kopiert. Ändert man so eine Datei, werden lediglich die geänderten Blöcke auf das Laufwerk geschrieben. Dadurch kann das System verschiedene Versionen einer Datei speichern, ohne zusätzlichen Platz zu beanspruchen. In einem anderen Artikel erklären wir euch, wie der neue Dateien-Manager genau funktioniert.

64-bit-Apps werden Pflicht

APFS läuft ab iOS 11 nur auf iPhones mit 64-bit. Das neue Betriebssystem steht damit nicht mehr für das iPhone 5 und 5c oder älter zur Verfügung. Auch reine 32-bit-Apps werden mit den künftigen iOS-Versionen nicht mehr funktionieren. Mit iOS 11 lassen sich geschätzt Hunderttausende Apps nicht mehr starten, unter denen sich viele Spiele befinden, die seit Langem nicht mehr aktualisiert wurden. In einem anderen Beitrag zeigen wir euch, wie ihr herausfindet, welche Apps von dem Update betroffen sind.

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