Christoph Tipps & Tricks von
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iPhone Virenscanner & Antivirus-Apps: Macht ein Virenschutz Sinn?

Die Bedrohung durch Viren und andere Schadsoftware ist ein ständiges Thema unter Smartphone- und Computer-Nutzern. Während Virenscanner Apps gerade für Windows- und Android-Nutzer obligatorisch sind, ist es bei Apples iOS-Betriebssystem anders. Dank der Geschlossenheit von iOS und Apples Kontrollverhalten im Bezug auf Apps, sind Virenscanner iPhone-Apps praktisch überflüssig. Deshalb hat Apple schon vor Jahren alle Antivirus-Apps aus dem App Store entfernt. Warum iPhone Virenscanner unsinnig sind, lest ihr im Folgenden.

Inhaltsverzeichnis

Darum hat ein Virus auf dem iPhone keine Chance

Für die hohe Sicherheit in iOS sorgt unter anderem das Sandboxing-System. Dabei werden Apps in einer isolierten Umgebung – der sogenannten Sandbox – eingeschlossen und haben keine Chance, andere Apps oder das System durch Schadcode zu verändern. Die installierten Apps erhalten nur einen beschränkten Zugriff auf das System, sodass ein Eingriff in existenzielle Prozesse ausgeschlossen ist. Dank des geschlossenen Dateisystems ist iOS somit bestens geschützt vor Schadsoftware und Manipulationen jeglicher Art.

Weiterhin legt Apple bei der Freigabe von Apps im App Store ein strenges Kontrollverhalten an den Tag und überprüft jede Software auf mögliche Gefahren, bevor sie in den App Store gelangt. Zudem können Apps auch nur aus dem App-Store und nicht aus anderen Quellen via Sideloading auf das iPhone geladen werden. Deshalb stellen auch Webseiten meist keine Gefahr für das Betriebssystem dar, da eine Installation schädlicher Programme aus dem Internet so gut wie unmöglich ist.

Ein Sicherheitsaspekt der hier nicht unerwähnt bleiben darf, sind die regelmäßigen iOS-Updates, die Apple nicht nur an die neuesten, sondern auch an ältere Geräte ausließert. Ein gutes Beispiel ist das im Herbst 2018 veröffentlichte iOS 12, das selbst mit dem iPhone 5s noch kompatibel ist. Im Rahmen der Updates schließt der iPhone-Hersteller etwaige Sicherheitslücken für gewöhnlich in kürzester Zeit und garantiert somit ein Maximum an Sicherheit.

Tipp: In einem anderen Trick zeigen wir euch, wie ihr mit einfachen iOS-Bordmitteln euer iPhone sicherer machen könnt!

Sicherheitsrisiken durch Jailbreak

Wer einen Jailbreak auf seinem iPhone installiert, hat die Möglichkeit Apps aus alternativen App Stores herunterladen und die iPhone-Funktionen noch individueller einzustellen. Um Apples starres Betriebssystem zu knacken und zu modifizieren, müssen jedoch auch die iOS-Sicherheitsmechanismen deaktiviert werden. Für Hacker ist es dann leichter auf das offenliegende Dateisystem zuzugreifen und z. B. Malware und Viren unterbringen.

Ziel des Jailbreaks ist es letztendlich Apps von Drittanbietern zu nutzen, die im App Store nicht zu haben sind. Apples App-Kontrolle greift bei diesen Anwendungen dann nicht mehr, was sie auch unsicherer macht. Aufgrund des stetig wachsenden Funktionsumfangs von iOS haben Jailbreaks jedoch für viele Nutzer mittlerweile an Bedeutung verloren.

Risikofaktor E-Mails & Cloudspeicher

Neben der Infizierung mit Schadsoftware druch einen Jailbreak, besteht auch die Gefahr der Verteilung von Viren über schadhafte E-Mail-Anhänge und Spam-Mails. Davon ist zwar das iOS-Gerät nicht direkt betroffen, jedoch können Viren, wenn sie bspw. in der Dropbox abgelegt werden oder über soziale Netzwerke geteilt werden, andere Rechner schädigen.

Fazit: Virenschutz für iPhone, ja oder nein?

Wer einen Blick in den App Store wirft, wird feststellt, dass es nimmer noch Apps gibt, die behaupten, das iPhone sicherer zu machen. Dabei handelt es sich jedoch viel mehr Sicherheits-Apps, die z. B. vor gefährlichen Webseiten beim Surfen im Internet warnen, die Aktualität des System prüfen oder bei der Ortung von verlorenen iPhones helfen. Nichts also, was das iPhone nicht selber in der ein oder anderen Form schon bieten würde. Mit echten Virenscannern, die Malware auf dem iPhone erkennen, hat das nichts mehr zu tun. Abgesehen davon, dass es mittlerweile keine klassischen Virenscanner-Apps im App Store mehr gibt, könnten diese aufgrund der iOS-Sicherheitsmechanismen („Sandbox“) gar nicht nach Viren auf dem Gerät suchen. Auch vermeintliche iPhone Antivirus-Apps können nicht auf das System oder Apps außerhalb der Sandbox zugreifen, um diese zu scannen.

Aufgrund der eingebauten Sicherheitsmechanismen in iOS verfügt das iPhone bereits über einen automatischen Virenschutz. Die Installation vermeintlicher iOS Virenscanner oder Sicherheits-Apps für das iPhone kann man sich also sparen. Ob man die zusätzlichen Sicherheitsfeatures wie etwa Antiphishing-Funktionen, VPNs oder Passwort-Manager solcher Apps dennoch nutzen oder zumindest ausprobieren möchte, bleibt jedem selbst überlassen.

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