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iPhone 6 vs iPhone 6s: Lohnt sich der Wechsel?

Soll ich das iPhone 6s kaufen oder doch lieber mein „altes“ iPhone 6 behalten? Rechtfertigen die zusätzlichen Features und Verbesserungen des 6s einen Wechsel überhaupt? Um euch die Entscheidung zu erleichtern, stellen wir in diesem Artikel sowohl Argumente für ein Upgrade auf das iPhone 6s als auch Argumente gegen einen Wechsel vor.

Inhaltsverzeichnis

 iPhone 6iPhone 6S
Kamera8MP mit Full HD Video12MP mit 4K Funktion
Front-Kamera1,2 MP und 720p Videos5 MP und 720p Videos
Touch IDvorhanden
(1. Generation)
vorhanden
(2. Generation)
3D Touchnicht vorhandenvorhanden
Größe4,7 Zoll4,7 Zoll
ProzessorA8 (64 Bit)A9 (64 Bit)
Integrierter M9 Motion Coprozessornicht vorhandenvorhanden
Speicherplatz16GB / 32GB / 64GB / 128GB16GB / 32GB / 64GB / 128 GB
FarbenSilber, Gold, Space GrauSilber, Gold, Space Grau, Roségold
Preis~ 280€ / ~290€ / ~380€ / ~570€~480€ /~470€ / ~460€ /~520€
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3D Touch: per Fingerdruck zum Ziel

Einen Anreiz zum iPhone 6s zu greifen, dürfte das 3D Touch-Display sein. Im Gegensatz zur Force Touch Technik, welche bereits in der Apple Watch und im Trackpad des einiger Macbooks zum Einsatz kommt, erweitert 3D Touch das zweidimensionale Force Touch um eine dritte Ebene. So ermöglichen drei Druckstärken unterschiedliche Befehle und Schnellzugriffe sowohl innerhalb von Apps als auch beim Drücken auf App-Icons. Die neuen Steuerungsmöglichkeiten machen das häufige Tippen überflüssig und bieten einen echten Mehrwert bei der Nutzung des iPhones 6s. Die Zeitersparnis und Bequemlichkeit der innovativen Eingabemethode dürfte für Freunde der Force Touch bzw. 3D Touch Technik ein starkes Kaufargument zu Gunsten des iPhones 6s sein.

Die Optik: alles beim Alten

Grundsätzlich bleibt das iPhone 6s äußerlich der Optik seines Vorgängers treu. Bis auf ein marginal um 0,2 Millimeter dickeres Erscheinungsbild beim iPhone 6s (0,1 Millimeter beim iPhone 6s Plus), was der Integration von 3D Touch im Display geschuldet ist, sieht das 6s aus wie das iPhone 6. Auch das verstärkte Gehäuse aus 7000-Series-Aluminium, welches das iPhone 6s stabiler macht und ein erneutes „Bendgate“ wie es beim iPhone 6 der Fall war verhindern soll, lässt es in keinem gänzlich neuen Licht erscheinen. Der Gewichtsunterschied zwischen iPhone 6s und iPhone 6 beträgt gerade einmal 14 Gramm (beim iPhone 6s Plus und iPhone 6 Plus sind es 20 Gramm). Somit stellt das Design des 6s allein noch keinen Grund für ein Upgrade dar, zumal sich die einzig neue Farbvariation des 6s auf Rosé-Gold beschränkt.

Die Kamera: noch schärfere Bilder

Einen großen Sprung hingegen macht das iPhone 6s bei der Kamera (iSight Kamera), welche mit 12 Megapixeln und 4K-Videos eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorgänger erfahren hat. Während die Kamera beim iPhone 6 mit ihren 8 Megapixeln bereits hervorragende Ergebnisse liefert, dürfte die 6s-Kamera Freunde besonders detailreicher Bilder ansprechen. Auch die Frontkamera verfügt – im Gegensatz zu den mageren 1,2 MP des Vorgängers – über eine Auflösung von 5 Megapixel. Wer auf Selfies steht, dürfte also an der verbesserten FaceTime-Kamera Gefallen finden. Die 4K-Videos liefern mit einer horizontalen Auflösung von etwa 8 Millionen Pixeln eine vierfach höhere Bildschärfe als bei 1080p. Wer jedoch mit der ebenfalls sehr guten iPhone 6 Kamera bislang zufrieden war, kann auf diese Innovation verzichten. Einen Grund auf das iPhone 6s umzusteigen, könnte die Kamera hingegen für besonders foto- und videoaffine iPhone-User darstellen.

Arbeitsspeicher, Prozessor & Datenverbindung: bessere Performance

Was bei Android-Smartphones bereits seit langem gang und gäbe ist, blieb iPhone-Usern bislang vorenthalten. Seit dem iPhone 5s wurde konsequent am 1-GB-Arbeitsspeicher festgehalten. Dies ändert sich nun mit dem iPhone 6s und dem iPhone 6s Plus. Der 2GB Arbeitsspeicher sorgt dafür, dass Webseiten und Apps im Hintergrund nicht ständig nachgeladen werden müssen, wobei der 64-bit A9-Chip des 6s schneller und energiesparender ist, als der im iPhone 6 verbaute A8-Chip. Zudem ermöglicht LTE Advanced und ein schnellerer Wifi Chip bessere Datenverbindungen. Dank der verbesserten Hardware hat sich in Sachen Performance – im Vergleich zum iPhone 6 – also einiges getan, was einen Wechsel auf das iPhone 6s durchaus rechtfertigen könnte.

Fazit

Neben der 3D Touch Technologie und der neuen 12-Megapixel-Kamera als größte Innovationen, steht das iPhone 6s vor allem im Zeichen der Verbesserung diverser Hardwarekomponenten wie dem Apple A9 Prozessor, LTE Advanced und schnellerem Wifi Chip. Schneller und leistungsfähiger ist das iPhone 6s somit allemal. Dennoch kann man nicht gerade behaupten kann, das iPhone 6 sei langsam mit seinem 1-GB-Arbeitsspeicher und A8-Chip – der guten Abstimmung von Soft- und Hardware sei dank. Im Hinblick auf das Design und das Betriebssystem ändert sich hingegen so gut wie nichts.

Die 3D Touch Technologie kann für Fans solcher Spielereien durchaus ein Grund für ein Upgrade sein. Je nach Druckstärke auf das Kamera Icon kann man dann z.B. entweder ein Foto, Selfie oder ein Video machen. Inwieweit sich für diese Technologie in naher Zukunft Anwendungsgebiete ergeben und wie die Resonanz seitens der App-Entwickler ausfallen wird, bleibt allerdings abzuwarten. Unter dem Aspekt macht es durchaus Sinn zunächst beim iPhone 6 zu bleiben.

In Sachen Kamera legt das iPhone 6s mit dem 12-Megapixel-Sensor und der 5 Megapixel Frontkamera nochmal ordentlich zu. Dennoch ist auch die neue Kamera kein zwingendes Kaufargument, zumal die 8-Megapixel-Kamera des 6er-Modells fantastische Bilder liefert und nicht zu Unrecht Maßstäbe in der Smartphone-Branche setzt. Für Fotoliebhaber und Selfie-Freunde könnte dies durchaus seinen Reiz haben, dennoch sind wir der Meinung, dass auch die verbesserte Kamera einen Umstieg – auch dank der nach wie vor sehr guten iPhone-6-Kamera – nicht rechtfertigt.

Alles in Allem bietet das iPhone 6s nicht den Mehrwert, der zwingend ein Upgrade nahelegen würde. Abgesehen von Force Touch-Enthusiasten und Foto-Liebhabern wird das iPhone 6s dem durchschnittlichen iPhone-User keine Revolution bringen.

vfde