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Marie Zubehör von

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GPS-Sportuhr mit iPhone-Schwäche: Smartwatch Polar M600 im Test

Smartwatches sind so beliebt wie nie und das völlig zurecht. Sie dienen nicht nur als Smartphone-Erweiterung, sondern halten uns auch fit. Die hochwertigen Fitnesstracker und Smartwatches von Polar erfreuen sich dabei in der letzten Zeit besonders großer Beliebtheit, vor allem unter Sportlern. Wir haben das Modell M600 hinsichtlich Bedienungsfreundlichkeit, Trainingsfunktionen und iOS-Kompatibilität getestet und verraten euch, ob sich ein Kauf für iPhone-Nutzer lohnt.

Inhaltsverzeichnis:

Der erste Eindruck

Optisch macht die Uhr einen sehr hochwertigen Eindruck. Die M600 ist mit einem Farb-Touch-Display aus Gorilla Glas und einem flexiblen und weichen Armband ausgestattet. Zwei Tasten unter und neben dem Display sorgen für eine einfache Bedienung des Geräts während des Trainings. Die Smartwatch kommt mit dem Betriebssystem Android Wear 2.0 und ist nach IPx8 bis zu zehn Meter wasserdicht.

Das Design ist schlicht und sportlich gehalten. Auf den ersten Blick fallen die Maße der Uhr nicht auf, weil man erst am Handgelenk sieht, wie groß die Smartwatch eigentlich ist. Mit ihrer Größe ist sie sicherlich besser für Männerarme geeignet als für zarte Frauenarme.

Bedienung der M600

Auf der Smartwatch sind verschiedene Apps vorinstalliert, in die man durch Wischen auf dem Display gelangt. Das Display hat eine gute Größe und die Schrift ist gut lesbar. Drückt man den Knopf unter dem Bildschirm, gelangt man ins Google Fit-Menü, in dem sich unter anderem die Ziele und die Herzfrequenz befinden. Der Knopf an der linken Seite öffnet das Menü. Dort kann die Trainingsart ausgewählt werden.

Es dauert einige Zeit, bis man die verschiedenen Funktionen der Smartwatch entdeckt hat. Sobald man sich diese aber gemerkt hat, geht die Bedienung leicht von der Hand. Die einzelnen Apps laden sofort und ruckeln nicht. Das Display macht einen sehr guten Eindruck, ist klar und reagiert sofort.

Training mit dem M600

Die Smartwatch von Polar zeigt beim Sport ihre größten Stärken. Um mit dem Workout zu beginnen, muss die Polar Flow App auf der Uhr geöffnet und die Schaltfläche „Training“ geöffnet werden. Dort kann anschließend aus verschiedenen Sportarten wie Gehen, Laufbandtraining oder Stepper ausgewählt werden. Challenges wie Liegestützen- oder Kniebeugen-Herausforderungen sollen einen zusätzlich motivieren.

Um während des Trainings präzise Herzfrequenzdaten zu erhalten, muss das Armband direkt hinter dem Handgelenkknochen eng anliegend festgezogen werden. Der Sensor muss konstant in Berührung mit der Haut sein, das Armband darf jedoch nicht zu fest sitzen. Integriertes GPS und Glonass zeichnen Distanz, Geschwindigkeit und die zurückgelegte Strecke auf. Sechs LEDs messen den Puls am Handgelenk. Nach dem Training kann das Armband wieder gelockert werden und die M600 wie eine normale Uhr getragen werden.

Natürlich kann man die Uhr auch im Alltag tragen. Das 24/7 Activity Tracking misst nicht nur Daten wie Schritte oder Kalorienverbrauch, sondern wertet auch den Schlaf aus. Die Ergebnisse werden automatisch mit der Polar Flow App synchronisiert, die ihr euch kostenlos aus dem App Store herunterladen könnt. Darüber hinaus kann die Uhr auch als Stoppuhr, Timer und Wecker und das Display als Taschenlampe verwendet werden.

Synchronisation mit dem iPhone

Wer den Polar M600 uneingeschränkt in allen Funktionen nutzen möchte, sollte dies lieber mit einem Android-Smartphone als mit einem iPhone tun. Die Kopplung mit der Polar Flow App für iOS gelang zwar reibungslos, doch danach gestaltete sich die Synchronisation umständlich und mühselig. Entweder wollte sich die Uhr nicht verbinden oder wurde nach erfolgreicher Kopplung mehrfach abgebrochen. Das ist sehr ärgerlich, da man die Uhr immer wieder komplett neu anschließen musste und bisherige Trainingsergebnisse verloren gehen.

Mit der Polar Flow App selbst kann man nur wenige Einstellungen vornehmen. Um die Uhr zumindest weitestgehend uneingeschränkt mit dem iPhone nutzen zu können, muss zusätzlich die Android Wear App installiert sein. Sie synchronisiert die Anwendungen, die Benachrichtigungen an die Uhr schicken. Auf Nachrichten, Mails und Anrufe kann man als iPhone-User allerdings nicht reagieren.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit hängt vom Betriebssystem des Smartphones ab, mit dem sie gekoppelt ist. Während sie bei Android-Handys bis zu 48 Stunden ohne Training und mit locker 8 Stunden ausreicht, sind es beim iPhone nur 24 beziehungsweise bis zu 8 Stunden. Abzüge bekommt der M600 auch für das Aufladekabel. Es besteht aus einem kleinen runden Kontakt, der mittels eines Magneten auf der Uhr befestigt wird. Die Verbindung hält allerdings nicht immer zuverlässig. Berührt man die Uhr oder das Kabel in einem unachtsamen Moment, löst sich die Verbindung. Hier besteht auf jeden Fall noch Verbesserungspotenzial.

Fazit

Der Polar M600 ist eine hochwertige Smartwatch, an der Sportler ihre Freude haben – wenn sie denn Android-User sind. Mit dem iPhone sind rund ein Drittel der Funktionen nicht nutzbar wie beispielsweise die Möglichkeit, Musik hören und streamen zu können. Das weiß wohl auch Polar und gibt deshalb ein Android Endgerät als Partner für die M600 an. Angaben, welche Features genau mit dem iPhone möglich sind, macht das Unternehmen leider nicht. Das ist sehr schade, denn so kauft man als iPhone-User leider die Katze im Sack.

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