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Christoph Zubehör von

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4,67 Sterne

Withings Home – Überwachungskamera im Test

Man muss nicht paranoid sein, um an ein wenig mehr Sicherheit für die eigenen vier Wände interessiert zu sein. Mit der Withings Home Überwachungskamera weiß man stets was in und um das Zuhause herum passiert. Neben der reinen Überwachungsfunktion verfügt die Kamera auch über zahlreiche andere Features, wie z.B. die Messung der Raumluftqualität. Ob die Kamera sich auch als Sicherheits-Gadget für Zuhause eignet und wie sie dabei abschneidet, zeigen wir euch in unserem Test der Withings Home.

Design & Eigenschaften der Kamera

Durch ihre abnehmbare Holzverkleidung wirkt die Kamera wie ein kleines Möbelstück und fällt dadurch nicht weiter auf. Somit sticht sie optisch nicht ins Auge, wirkt jedoch im Falle eines Einbruchs auch nicht abschreckend.

Die Kernkompetenz der Kamera liegt – wie der Name schon sagt – in der Anwendung zu Hause. Dafür verfügt die Withings Home über optische wie auch akustische Sensoren, die kleinste Bewegungen bzw. Geräusche in Video- und Fotoformat festhalten. Dank der 5 Megapixel und der HD-Videoauflösung der Kamera kann man sich die Clips und Fotos in einer hohen Bildqualität ansehen und mittels Zoom sogar Details sehr gut erkennen. Das 135° Weitwinkel-Objektiv schafft einen optimalen Überblick, sodass bei entsprechender Platzierung der Kamera ein Raum in vollem Umfang erfasst werden kann.

iOS-App installieren und Kamera synchronisieren

Die Installation und Einrichtung der Withings Home ist schnell erledigt: Withings Home-App auf das iPhone, iPad oder den iPod touch herunterladen und App starten. Schließt man nun die Withings Home an das Stromnetz an, kann man die Kamera mit der App synchronisieren. Die WLAN-Einstellungen werden dabei automatisch von dem jeweiligen iOS-Device auf die Kamera übertragen, welche dann überall in den eigenen vier Wänden positioniert werden kann. Getestet haben wir die Kamera übrigens in Verbindung mit einem iPhone 6.

Überwachen, aufzeichnen & messen – Funktionen der Kamera

Sobald die Kamera aktiv wird und ein Ereignis aufzeichnet, kann man sich darüber über eine Push-Benachrichtigung auf das iPhone informieren lassen. In einem Zeitstrahl kann man sich anschließend den Clip direkt auf dem iPhone ansehen. Der Clip wird dabei vorübergehend in einer Cloud von Withings gespeichert. Allerdings bestehen die Clips aus wenigen aneinandergereihten Fotos. Einen Videoclip, so wie man ihn erwarten würde, liefert die Kamera also nicht.

In unserem Test haben wir die Übertragungszeit sowohl im Haus als auch außerhalb getestet. Während bei der Anwendung zu Hause die Benachrichtigung nach wenigen Sekunden auf unserem iPhone erschien, haben wir vor dem Haus eine Übertragungszeit von bis zu 2 Minuten festgestellt. Unterwegs muss also mit einer verzögerten Übertragung gerechnet werden. Abgesehen von der Übertragung aufgezeichneter Clips, kann das Geschehen zu Hause auch in Echtzeit auf dem Smartphone verfolgt werden. Somit ist man auch z.B. von der Arbeit aus stets auf dem Laufenden, was sich Daheim abspielt.

Auch bei Dunkelheit ist die Kamera dank der Nachtsicht einsetzbar. In Verbindung mit dem eingebauten Babyfone und der einprogrammierten Melodie sowie der Nachtlicht-Funktion ist die Kamera gerade für Eltern mit Säuglingen oder Kleinkindern interessant. Die Funktionen können dabei bequem von der App aus gesteuert werden.

Neben der Überwachung der Luftqualität, misst die Kamera auch Temperatur und Luftfeuchtigkeit. In unserem Test haben sich die Werte der Raumluftqualität jedes Mal nach dem Lüften deutlich verbessert. Zudem erinnert der Luftqualitäts-Alarm regelmäßig daran das Fenster auf zu machen. Das hat einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden und die Gesundheit.

Fazit:

Die Installation gestaltet sich schnell und unproblematisch. In wenigen Minuten ist die Kamera einsatzbereit. Die App macht einen sehr übersichtlichen und aufgeräumten Eindruck, wobei sie kinderleicht zu bedienen ist. Besonders interessant dürfte die Kamera für frischgebackene Eltern sein, die ihren Nachwuchs jederzeit im Blick haben möchten. Für den einen oder anderen dürfte auch interessant sein, was das geliebte Haustier oder die Haushaltshilfe so den ganzen Tag lang treibt. Ein wenig schade fanden wir, dass die Aufnahmen bereits nach 48 Stunden wieder gelöscht werden. Abhilfe schafft da nur der zusätzliche aber kostenpflichtige Speicherplatz in der Cloud. Ohne zusätzliches Abo ist die Kamera also nur eingeschränkt nutzbar. Auch werden die Videos im Einstundentakt nur in einer Art Zeitraffer wiedergegeben, wobei sich das horizontale Scrollen im Clip leicht umständlich gestaltet. Dennoch ist die Withings Home eine flexible und unauffällige Überwachungskamera, die für einen Preis von 199,95 Euro (UVP) zahlreiche nützliche Funktionen bietet. Wer das Gefühl von mehr Kontrolle und Sicherheit in den eigenen vier Wänden braucht, ist mit der Withings Home also bestens beraten.

Das sagt die Redaktion:

Sascha Hein: Die Withings Home hat bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Die Überwachungskamera kann durch einige Features vielseitig eingesetzt werden. Klar steht die Überwachung der eigenen vier Wände im Vordergrund, wer aber auch die Luftqualität zuhause überwachen will oder das Gerät als Babyfon verwenden möchte, kann bei der Kamera zugreifen. Die Withings Home konnte in allen Disziplinen gut bis sehr gut abschneiden und die Installation sowie Bedienung ist auch für Menschen die nicht Technik versiert sind leicht zu verstehen. Leider wird jede Stunde immer nur 1 Foto gespeichert und das ist letztlich nicht Sinn und Zweck einer Überwachungskamera. Auch die zusätzlichen Kosten für die Verfügbarkeit der Aufnahmen über die 48 Stunden hinaus sind ein kleiner Dämpfer.
Christoph Kaczmarczyk: Die Withings Home ist ein nettes Gadget, das einem ein Stück weit mehr Sicherheit verleiht und viele Funktionen bietet. Während die Anwendung für Eltern mit kleinen Kindern sicherlich interessant ist, erschließt sich mir der Sinn einer solchen Kamera für Alleinlebende kaum, zumal die Kamera nicht gerade günstig ist. Auf die Messung der Raumluftqualität und der Temperatur, könnte ich persönlich auch gut verzichten. Wer jedoch seiner Nachbarschaft nicht vertraut oder sonst das Gefühl von mehr Sicherheit braucht, könnte dennoch Gefallen daran finden.

Den Test in Videoform auf YouTube ansehen: Withings Home Test & Review

(Bildquelle: Withings)

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