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Sven 15.08.2014 10:27 Uhr
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Chinesischer Trojaner klaut Werbeeinnahmen

Namensvetter aus Troja

Eine Schadsoftware chinesischen Ursprungs kursiert derzeit für iOS. Entdeckt und analysiert hat sie der Sicherheitsexperte Claud Xiao. Die Ergebnisse hat er in seinem Blog veröffentlicht. Das besonders perfide an der Malware ist, dass sie versucht, Aufrufe umzulenken, die App-Entwicklern Einnahmen aus Werbenetzwerken bescheren könnten. So verdienen die Urheber der Schadsoftware gehörig mit – die Programmierer gehen leer aus. Das trifft besonders Entwickler, die ihre Programme kostenlos im App Store anbieten und auf Werbeeinnahmen bei der Nutzung der Apps setzen.

Auszug aus dem Schadcode

Zur Beruhigung unserer Leser muss gesagt werden, dass der Trojaner nur über den alternativen App Store Cydia auf euer Gerät gelangen kann. Voraussetzung für die Installation des App Stores ist ein Jailbreak. Wer sein iPhone nicht geknackt hat, der hat nichts zu befürchten, Apples Sicherheitsmechanismen greifen. Urheber des Schadprogrammes ist unter anderem der Entwickler Rover12421, der jedoch nur einen kleinen  Teil der Software programmiert haben will.

Xiao beziffert die Zahl der infizierten Geräte auf rund 75.000 – alleine in China. Davon sind 22.000 Geräte „aktiv“. Auf den ersten Blick klingen diese Zahlen nicht besonders hoch, aber man muss bedenken, das die Schadsoftware bereits 22 Millionen Werbeanzeigen in die eigene Tasche umgeleitet hat. Das könnte sich also durchaus gelohnt haben. Um einem solchen Angriff zu entgehen, empfehlen wir allen unseren Lesern, tunlichst auf einen Jailbreak zu verzichten. Zumindest auf iPhones, die produktive und persönliche Daten enthalten, sollten die Sicherheitsmaßnahmen Apples unter keinen Umständen umgangen werden.

Meinung: Schon wieder der Jailbreak. Um es kurz zu machen: Finger weg! Der Nutzen ist gering und das Risiko steigt zunehmend. Überlassen wir Virenbefall doch lieber anderen Plattformen.