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Sven 04.08.2014 5:53 Uhr
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Obama legalisiert das Entsperren von iPhones

Was für deutsche Kunden bereits gängige Praxis ist, war in den USA bislang eher eine Grauzone. Läuft ein Mobilfunkvertrag aus, dann ist es meist problemlos möglich, die Hardware mit einer anderen SIM-Karte zu verwenden. Ein SIM-Lock, die Nutzungsbeschränkung auf eine SIM-Karte bzw. Telefonnummer oder ein Netlock, wie ihn die Telekom bei den iPhones einsetzt (das Gerät darf nur im selben Netz verwendet werden), erlischt nach den zwei Jahren gewöhnlicher Vertragslaufzeit entweder automatisch oder mit Hilfe des Anbieters auf Kundenwunsch.

US-Präsident Barack Obama will ein Gesetz unterzeichnen, das die Mobilfunkanbieter in den USA dazu verpflichtet, nicht nur ein Entsperren möglich zu machen, sondern die Kunden bei dieser Aktion tatkräftig zu unterstützen:

„The bill not only restores the rights of consumers to unlock their phones, but ensures that they can receive help doing so if they lack the technological savvy to unlock on their own.“

„Das Gesetz wird nicht nur das Kundenrecht auf Entsperrung wiederherstellen, sondern zur Hilfe verpflichten, wenn diese an den technischen Hürden des Entsperrvorganges scheitern.“

– Senator Patrick Leahy

Gerade die Unterstützung der Handyanbieter in ein Gesetz aufzunehmen und dem Ex-Kunden so das Recht einzuräumen, Hilfe notfalls gerichtlich einzufordern, ist für US-Verhältnisse nahezu  revolutionär verbraucherfreundlich. Gilt doch in dem amerikanischen, liberalen Wirtschaftssystem tendenziell die Haltung, dass der Wettbewerb es schon regeln wird.

Meinung: Endlich ist auch in den USA eine europäische Selbstverständlichkeit Realität. Hat der Kunde seine Hardware doch mit (teils überhöhten) Monatsraten abgestottert. Warum der Jailbreak nicht gesetzlich legalisiert wird, ist die andere Frage.