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Daniel 31.07.2014 15:31 Uhr
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Macht Apple ältere iPhones bewusst langsamer?

Laura Trucco, Graduate Student an der Harvard University, hatte sich dieses hohe Maß an Aufmerksamkeit wohl nicht erwartet, als sie ihre jüngste Studie veröffentlicht hat. Sie erhebt folgenden schweren Vorwurf: Apple soll iPhones und andere iOS-Geräte mit neuen iOS-Updates absichtlich verlangsamen, um so den Verkauf neuerer Geräte anzukurbeln. Aber was ist wirklich dran?

Die Studie: iPhone slow

In ihrer Studie kommt Trucco zum Ergebnis, dass die Suchanfragen in Google nach dem Begriff iPhone slow nach jedem iOS-Release förmlich in die Höhe schnellen.

Ihre Hypothese: iPhone-Benutzer, die bei ihren Geräten mit Geschwindigkeitsproblemen zu kämpfen haben, suchen auf Google nach einer Lösung, indem sie den genannten Suchbegriff eingeben.

Sie gibt an, bereits seit 2008 Suchanfragen mithilfe von Google Trends zu analysieren und nach der Veröffentlichung von iPhone 5C und iPhone 5s festgestellt zu haben, dass mehr als doppelt so häufig als gewöhnlich nach diesem Begriff auf Google gesucht wurde.

Daraus leitet sie die Unterstellung ab, Apple mache ältere Geräte mit iOS-Updates bewusst langsamer.

Ein Apple-Phänomen?

Um zu überprüfen, ob es sich um ein Phänomen handelt, das ausschließlich Apple-Geräte betrifft, hat die Studentin auch die Suchanfragen zum Begriff Samsung Galaxy slow analysiert und festgestellt, dass es hier zu keinem derartigen Ergebnis komme.

Stimmt es also, dass eure iPhones mit jedem iOS-Update langsamer werden, damit ihr möglichst oft auf ein neues Modell umsteigt?

Die Gegenargumente

Zunächst ist zu sagen, dass es sich bei Trucco’s Studie um die erste und bislang einzige ihrer Art handelt. Es konnte bislang durch nichts bewiesen werden, dass Apple ältere Modelle bewusst langsamer macht, würde es sich dabei doch um einen wirklichen Skandal handeln!

Zum anderen können Performance-Einbußen auf älteren Geräten durchaus auch mit älterer Hardware erklärt werden: Neue iOS-Versionen bringen immer neue Features. Features, die beispielsweise höhere Anforderungen an Prozessor oder Kamera stellen. Aus diesem Grund überlegt Apple vor Veröffentlichung einer neuen iOS-Version (jedenfalls unserer Ansicht nach) stets ziemlich sorgfältig, welche Geräte noch kompatibel sein sollen und welche nicht. Fakt ist jedenfalls, dass die Anforderungen, die iOS 7 an die Hardware stellt, eine natürliche Grenze ziehen. So wird zwar noch das iPhone 4 unterstützt, nicht aber das iPhone 3GS und ältere Modelle.

Vor allem hätten wir Verbraucher es längst durchschaut, würden wir derartig hinters Licht geführt werden.

So wie der Harvard-Professor Sendhil Mullainathan in der New York Times unterstellen auch wir Apple nicht, diesen Effekt bewusst herbeizurufen. Eine interessante Studie ist es aber allemal!

Was meint ihr? Ist euer iPhone seit dem letzten Update langsamer?

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