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Sven 23.06.2014 14:38 Uhr
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„Yo“ – Messenger-App gehackt

Kein Scherz: Logo der Yo-App. Quelle iTunes

Es hat nicht lange gedauert. Die „Messenger“-App Yo ist gehackt. Warum wir das Messenger in Hochkommata schreiben? Eigentlich kann man mit Yo keine Nachrichten versenden, die App schickt eine Push.Nachricht mit dem simplen Inhalt „Yo“ an den Empfänger. Der kann antworten. Und zwar mit – ihr ahnt es – „Yo“. Genug der Hochkomma. Durch den enormen Medienrummel, den die vergleichsweise beschränkte Nachrichten-App ausgelöst hat, wurde vermutlich der Ehrgeiz einer Hackergruppe geweckt, die nun auch prompt Erfolg hatte.

Yo per Fingertipp. Quelle iTunes

Und zwar gleich so umfassend, dass die Kommunikation abgehört werden kann (die „Yo“s eben) und man so viele dieser sinnlosen Nachrichten an einen Nutzer schicken kann, wie man möchte. Besonders letzteres ist ziemlich lästig, weil einem in diesem Fall eigentlich nichts anderes übrig bleibt, als die mit hunderten oder tausenden Push-Nachrichten nervende App vom Gerät zu entfernen. Außerdem sind natürlich die Kontaktdaten der Kommunikationspartner offen gelegt. Die Hacker behaupten außerdem, sie könnten jeden beliebigen Text an die Opfer des Hacks schicken. Das haben sie dann „aber doch nicht ausprobiert“. Ein „Beweis“-Video für einen weiteren Hack kursiert bei Vimeo – es zeigt, dass auch der Sound der App ausgetauscht wurde. Beim Empfang eine Yo tönt nun Rick Astley. Gruselig.

„Some of the stuff has been fixed and some we are still working on. We are taking this very seriously.“

„Manche Dinge sind bereits repariert, an anderen arbeiten wir noch. Wir nehmen die Sache sehr ernst.“

– Yo-Mitbegründer Or Arbel gegenüber TechCrunch

Für den vergleichsweise bescheidenen Funktionsumfang hat Yo erst kürzlich eine Menge Risikokapital beschaffen können. Die Macher der iOS- und Android-App haben über 1 Million US-Dollar eingesammelt.

Was ist eure Meinung zu Yo? Unverzichtbare Kommunikationslösung oder schlicht Nonsens auf 1. April-Niveau? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

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