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Sven 22.06.2014 12:42 Uhr
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Feuer frei – ist das Amazon Fire der iPhone-Killer?

Am 18. Juni hat Jeff Bezos, der Chef des weltgrößten Online-Händlers Amazon, das Amazon Fire vorgestellt. Bei dem Gerät handelt es sich um ein Android-Smartphone mit einer angepassten Benutzeroberfläche. Das alleine macht es noch nicht zu einem Angstgegner für Apple. Vielmehr nutzt Amazon die ohnehin bereits vorhandenen Dienste, um das Fire so eng wie möglich mit der hauseigenen Shopping-Plattform zu verzahnen. Wer das Fire kauft, erhält eine einjährige Prime-Mitgliedschaft kostenlos dazu. Kostenlos ist ebenfalls ein unbegrenzter Speicherplatz für eigene Fotos. Diese schießt man mit 13 Megapixel – man braucht den Speicher also. Das ist vermutlich auch der Grund, warum es das Fire ab einer Größe von 32 GB gibt. Apple startet bei Speicherkapazitäten von 16 GB.

So sieht es aus, das Amazon Fire

Amazon versucht es über die Zusatzservices, sie haben bei Apple gelernt. Denn wer die Inhalte hat (iTunes heisst das Zauberwort), der kann seinen Kunden auch etwas bieten. Die Hardware – vom verbauten Hauptprozessor abgesehen – hat dem iPhone 5S wenig entgegenzusetzen. Es sind nur ein paar Features, die Apples Konkurrenz voraus hat: Headtracking für Pseudo-3D und Stereo-Sound der eingebauten Lautsprecher sowie eine höher auflösende Kamera. Merkwürdigerweise hat Amazon dem Fire einen Bildschirm eingebaut, der dem des 5S nicht das Wasser reichen kann. 720p ist die Auflösung des 4,7 Zoll großen Displays. iPhone-Nutzer sind da schärferes gewohnt. Beim Thema App-Einkauf geht Amazon ebenfalls eigene Wege: Der App Store ist eine  Eingenentwicklung und enthält die „populärsten Apps“, der offizielle Google Play Store ist nicht verfügbar.

Was noch viel schwerer wiegt: Das Amazon Fire hat kein Bluetooth 4.0 an Bord. Damit disqualifiziert es sich für viele Anwendungen, beispielsweise für Sport-Pulsmesser oder Smart Watches, die auf stromsparende Modi angewiesen sind, die es im verbauten Standard 3.0 noch nicht gab. Ein Feature soll aber nicht unerwähnt bleiben: Firefly. Damit ist es möglich, Barcodes mit der Kamera zu scannen oder über eine Geräuscherkennung die aktuell laufende Serienfolge oder einen Song zu identifizieren (Shazam lässt grüßen). Selbstverständlich soll der Song gekauft, die Serie geladen und der Artikel, zu dem der Barcode gehört, gekauft werden. Ein cooles Feature, ob es sich durchsetzen wird, werden wir sehen.

Das Amazon Fire wird es ab dem 25. Juli geben. Zunächst nur in den USA, später sicher auch in Europa. Diese Vorgehensweise beim Release gabe es schon bei Amazons Tablets. Der Preis wird bei Vertragsabschluss (AT&T ist Vertriebspartner in den USA) bei 199 USD liegen.

Und hier der Vergleich zwischen iPhone 5S und Amazon Fire in tabellarischer Form:

 Amazon FireApple iPhone 5S
Abmessungen (H/B/T)139,2x66,5x8,9 mm123,8x58,6x7,6
Gewicht160 Gramm112 Gramm
Prozessor2,2 GHz Quad-Core1,3 GHz Dual-Core
RAM2 GB1GB
Display4,7 Zoll (315 ppi)4 Zoll (326 ppi)
Kamera13 Megapixel8 Megapixel
Frontkamera2,1 Megapixel1,2 Megapixel
Video1080p1080p
Verf. Speichervarianten32, 64 GB16, 32, 64 GB

Was glaubt ihr? Kann das Amazon Fire dem iPhone 5S das Wasser reichen? Oder sticht es das kommende iPhone 6 bereits jetzt aus? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

 

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